Immobilienpreise 2013

Wohnen wurde in Tirol um bis zu 16 Prozent teurer

Die Preise für Eigentumswohnungen, Mieten und Grundstücke in Tirol sind im vergangenen Jahr erneut explodiert.

Innsbruck – Eigentumswohnungen, Mieten, Grundstücke: Wohnen hat sich 2013 weiter erheblich verteuert, wie aus dem Immobilienpreisspiegel 2014 der Wirtschaftskammer Österreich hervorgeht. In Tirol stiegen die Preise für Baugrund um 8,25 Prozent auf durchschnittlich 350 Euro je Quadratmeter. Neue Wohnungen wurden um 6,31 Prozent teurer und kosteten im Schnitt 2870 Euro je Quadratmeter. In Innsbruck wurden Neuwohnungen sogar um 11,46 Prozent teurer und kosteten durchschnittlich 3911 Euro je Quadratmeter, gebrauchte Wohnungen legten in der Landeshauptstadt sogar um 16 Prozent auf 2841 Euro/Quadratmeter zu. Der Tiroler Arno Wimmer von der Fachgruppe Immobilien führt die Preisexplosion vor allem in Innsbruck auf die große Nachfrage nach Zweizimmerwohnungen (bis 45 Quadratmeter) zurück. „Zwei von drei verkauften Wohnungen sind Zweizimmerwohnungen, und die sind im Schnitt um 300 bis 500 Euro je Quadratmeter teurer als größere Wohnungen“, sagt Wimmer. Die teuersten neuen Wohnungen lagen im Vorjahr in Wien mit durchschnittlich 3873 Euro je Quadratmeter(+7,6 Prozent).

Doch auch die Wohnungsmieten (freier Mietzins) stiegen laut Preisspiegel der Wirtschaftskammer im Vorjahr unverhältnismäßig stark an, in Tirol um 4,5 Prozent auf 7,9 Euro je Quadratmeter. Grund dafür ist laut Fachgruppenobmann Robert Moll unter anderem auch der höhere Standard bei neuen Mietwohnungen. Nur in Vorarlberg stiegen die freien Mieten noch stärker (+5,15 Prozent auf 8,58 Euro/Quadratmeter). Am teuersten waren Mietwohnungen in Wien mit durchschnittlichen 9,12 Euro/Quadratmeter.

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Eine „Blasenbildung“ mit einem wesentlichen Preisverfall sei „nicht absehbar“, sagt der Wiener Immobilienexperte Michael Pisecky. Nach dem neuerlich deutlichen Anstieg der Wohnkosten im Vorjahr sollten sich die Immobilienpreise 2014 beruhigen, schätzen die Experten. „Wir haben weiterhin eine Aufwärtsentwicklung – in einigen Regionen ist die Preisentwicklung nach oben aber gestoppt, der Hype ist vorbei“, meint Österreichs Fachgruppenobmann Thomas Malloth. Wimmer ortet in Tirol derzeit „einen Nachfragerückgang von 15 Prozent, aber auch einen leichten Rückgang beim Angebot“. (mas, APA)

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