Erste Liga

Das Mainz-Modell als Vorbild für den FC Wacker Innsbruck

Bei Rot-Weiß (Mainz) eine Erfolgsgeschichte, bei Schwarz-Grün noch in der Planungsphase: ein Modell zur Reduktion der Infrastrukturkosten.
© Gepa

Die kostenintensive zweite Fußball-Bundesliga zwingt den Vorstand des FC Wacker zum Umdenken. Über die Reduktion der Infrastrukturkosten soll dem Verein ein größerer Spielraum gewährt werden.

Von Florian Madl

Innsbruck – Mainz 05 genießt traditionsbedingt den Ruf eines Karnevalsvereins, strukturell hat der Klub aus dem deutschen Fußball-Oberhaus dieses Image längst nicht. Über ein findiges Finanzierungssystem wurde just nach dem Erstliga-Abstieg (2007) der Bau des neuen Stadions in die Wege geleitet, Anleihen nimmt sich augenblicklich auch der SK Rapid.

Während es bei den Rot-Weißen allerdings um eine elegante Finanzierung eines neuen Stadions geht, steht beim eben abgestiegenen FC Wacker Innsbruck die Konsolidierung im Vordergrund: „Kostenseitig stehen wir Oberkante Unterlippe“, bringt Präsident Josef Gunsch die Situation auf den Punkt.

In diesem Sinn spekuliert der Milser mit einer Solidaritätsaktion: Derzufolge sollte die öffentliche Hand im ersten und möglicherweise zweiten Jahr des Abstiegs sowie im ersten und zweiten Jahr nach einem Aufstieg auf Infrastrukturkosten im Tivoli verzichten, um den Spielraum des Traditionsklubs zu erhöhen. Die Gründe lägen auf der Hand: „Die Kosten der zweiten Liga gleichen jenen der ersten, nur ist das Budget geringer. Das lässt sich anhand der Infrastruktur nachvollziehen“, bringt es der 39-Jährige auf den Punkt (siehe Factbox/Vermieter Olympiaworld befindet sich jeweils zur Hälfte im Eigentum von Stadt und Land). Ein Fragezeichen bleibt jedenfalls die umsatzsteuerliche Situation aufgrund des Tivolistadion-Baus.

Bei Michael Bielowski, Geschäftsführer der Olympiaworld, hat man dieses Ansinnen laut Präsident Gunsch bereits vorgebracht. Nun hoffe man auf wohlwollende Behandlung seitens der verantwortlichen Gremien.

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