Traditionsreiches Würzburger Mozartfest geht neue Wege

Würzburg (APA/dpa) - Die neue Intendantin des Würzburger Mozartfestes will die Modernität im Werk des berühmten Klassik-Komponisten hervorhe...

Würzburg (APA/dpa) - Die neue Intendantin des Würzburger Mozartfestes will die Modernität im Werk des berühmten Klassik-Komponisten hervorheben. „Er war zu seiner Zeit ein Avantgardist und so modern, dass Publikum und Kritik ihm oft nicht folgen konnten und wollten“, sagte die Kulturmanagerin Evelyn Meining im dpa-Interview. Am Freitag beginnt das erste Mozartfest unter ihrer Leitung.

Meining will das Profil des traditionsreichen Festivals schärfen und hält Mozart gemeinsam mit dem Komponisten Jörg Widmann einen Spiegel vor: Die Musik des Klassikers trifft auf Werke aus anderen Epochen, auch zeitgenössische. Neuland ist auch das „Mozartlabor“, bei dem hochkarätige Dozenten wie der Philosoph Peter Sloterdijk sich mit dem Werk des Komponisten beschäftigen.

Insgesamt sind bis zum 29. Juni mehr als 60 Konzerte und Veranstaltungen geplant. Zum Auftakt bringt ein Mozarttag am Samstag klassische Musik auf die Straßen der Stadt.

Das Festival ist eine der bekanntesten Kulturveranstaltungen der Region, zu den Spielorten gehört die Würzburger Residenz. In den vergangenen Jahren zählten die Veranstalter bis zu 25.000 Besucher. Historisch belegt ist übrigens nur ein Besuch Wolfgang Amadeus Mozarts in Würzburg: 1790 trank er dort einen Kaffee - und schrieb seiner Frau von einer „schönen prächtigen Stadt“.

(S E R V I C E - www.mozartfest.de)