Europas Leitbörsen im frühen Handel seitwärts

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa bewegten sich im frühen Handel überwiegend seitwärts. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 11.00...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa bewegten sich im frühen Handel überwiegend seitwärts. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 11.00 Uhr bei einem kleinen Plus von 0,08 Prozent auf 3.166,37 Punkten.

Der DAX in Frankfurt wurde auf 9.642,39 Punkten errechnete und markierte damit ein minimales Plus von 0,03 Prozent. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit Abschlägen von 0,23 Prozent auf 6.786,21 Punkten mit etwas größeren Verlusten als die anderen europäischen Leitindizes.

Konjunkturseitig findet vor allem das Protokoll der US-Notenbank Fed in der heutigen Handelssitzung Beachtung. Experten betonen allerdings, dass die Erwartungen nicht zu hoch gehalten werden sollten, da die Fed keinen Grund zu Sorge haben müsse. Die meisten Konjunkturindikatoren gewinnen derzeit wieder an Schwung, was ein Zurückfahren der Anleihekäufe unwahrscheinlich macht.

Zudem wurde der europäische Leistungsbilanzsaldo für März veröffentlicht. Der Überschuss des Euroraums ist demnach den zweiten Monat in Folge gesunken. Saisonbereinigt belief sich der Saldo auf 18,8 Mrd. Euro, gegenüber 21,8 Mrd. Euro im Februar. Als belastend wirkte sich vor allem der gesunkene Überschuss in der Handels- und Dienstleistungsbilanz aus.

Unternehmensseitig konnte Burberry aufhorchen lassen. Dessen neuer Chef Christopher Bailey konnte gleich im ersten Quartal einen Gewinnanstieg verbuchen. Das Vorsteuerergebnis im vergangenen Geschäftsjahr (bis Ende März) stieg um acht Prozent auf 461 Mio. Pfund (566 Mio. Euro). Der Umsatz kletterte noch kräftiger um 17 Prozent auf 2,33 Mrd. Pfund. Besonders eine starke Nachfrage in Schwellenländern beschleunigte das Unternehmenswachstum. Die Aktien des Luxusmode-Konzerns stiegen um 1,52 Prozent auf 1.538 Pence.

An der Pariser Börse stand die französische Großbank BNP Paribas im Fokus. Einem Medienbericht zufolge könnte das Kreditinstitut sich eine Strafe von mehr als fünf Mrd. Dollar wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Sanktionen eingefangen haben. Die genaue Höhe sei allerdings noch nicht festgelegt. Als Hintergrund werden mutmaßliche Geschäfte mit dem Iran, sowie Verstöße gegen Strafmaßnahmen gegen den Sudan und andere Staaten vermutet. Die Aktien der BNP rutschten um 2,13 Prozent auf 50,58 Euro.

Die dänische Reederei Maersk konnte dank guten Quartalszahlen den höchsten Aktienkurs seit November 2007 erreichen. Die Aktien schossen zwischenzeitlich um bis zu 4,2 Prozent auf 13.890 Kronen nach oben. Der Gewinn der Reederei stieg im abgelaufenen Quartal auf 1,207 Mrd. Dollar und damit deutlich über die von Analysten prognostizierten 1,072 Mrd. Dollar. Besonders der Überschuss im Container-Geschäft stieg dank Einsparungen und einer höheren Nachfrage um 123 Prozent. Maersk transportiert etwa 15 Prozent aller Container weltweit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA174 2014-05-21/11:21