Ukraine: Kiew setzt „Anti-Terroristen“-Einsatz unverändert fort

Kiew (APA) - Der ukrainische Einsatz gegen gewaltbereite Separatisten im Osten des Landes geht unverändert weiter. In Slowjansk in der Oblas...

Kiew (APA) - Der ukrainische Einsatz gegen gewaltbereite Separatisten im Osten des Landes geht unverändert weiter. In Slowjansk in der Oblast Donezk seien rund 40 Separatisten vertrieben worden. Waffen und Granaten seien konfisziert worden, sagte Vladyslav Selezinov, Sprecher der „Anti-Terroristen-Operation“, in einer Telefonschaltung am Mittwoch in Kiew vor Journalisten.

Das ukrainische Parlament hatte die militanten Separatisten im Osten des Landes am gestrigen Dienstag zur sofortigen Abgabe der Waffen und Räumung besetzter Gebäude aufgefordert. Außerdem wurde die Botschaft von der Rada gesendet, dass der Einsatz gegen die Separatisten beendet werden könnte, wenn diese ihre Waffen abgeben und Kampfhandlungen einstellen. „Es gab bisher keine Änderungen beim Anti-Terror-Einsatz“, sagte dazu ein Angehöriger der ukrainischen Einsatzkräfte.

„Der Einsatz von zwei festgenommenen Agenten wird derzeit untersucht. Sie wurden in Russland trainiert und in die Ukraine geschickt, um terroristische Aktionen durchzuführen, auch Tötungen. Russland führt weiter ein Training seiner Truppen aus“, sagte Selezinov.

Der Einsatz im Osten werde erschwert, weil nicht geschossen werden könnte, wo Zivilisten verwundet werden könnten. Experten betonen wiederholt, dass gewaltbereite Aufständische in der Ostukraine auf menschliche Schutzschilde zurückgriffen. Diese Freiwilligen, die die Separatisten umgeben, seien teilweise bezahlt, teilweise aus Überzeugung an den Kampfschauplätzen. Auch alte Leute und Kinder würden sich darunter finden.

Bei den Operationen in Slowjansk hat es laut dem Sprecher keine Opfer unter Zivilisten oder der ukrainischen Armee gegeben. Die Nacht sei ruhig verlaufen. Derzeit würden russische Kräfte an der Grenze versuchen einen Korridor von Slowjansk nach Russland zu schaffen, um getötete Separatisten nach Russland bringen zu können.

Zwei Journalisten, die für „Live News“ arbeiten sollen, werden laut Selezinov derzeit in Kiew verhört. Über einen britischen Freelancer von „Russia Today“, der ebenfalls festgehalten werden soll, konnte er keine Angaben machen.