Bene 2013/14 - Negative Eigenkapitalquote von 23 Prozent

Wien/Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Der angeschlagene Büromöbelhersteller Bene hat nach fünf Verlustjahren in Folge zum Bilanzstichtag Ende Jän...

Wien/Waidhofen a.d. Ybbs (APA) - Der angeschlagene Büromöbelhersteller Bene hat nach fünf Verlustjahren in Folge zum Bilanzstichtag Ende Jänner 2014 eine Eigenkapitalquote von minus 23 Prozent ausgewiesen. Das negative Eigenkapital belief sich auf -21,89 Mio. Euro, nach +3,6 Mio. Euro im Jahr davor. „Derzeit wird nach Möglichkeiten gesucht, die Bilanz zu sanieren“, sagte Bene-Finanzvorstand Rudolf Payer zur APA.

Die langfristigen Schulden von Bene belaufen sich laut Bilanz 2013/14 auf 16,1 Mio. Euro und die kurzfristigen Schulden liegen bei 101,2 Mio. Euro. Lang- und kurzfristiges Vermögen des Büromöbelherstellers machen rund 95,4 Mio. Euro aus.

Es gebe „keinen Zeitdruck“ und bis Anfang 2015 werde es eine „klare Aussage“ zu den Eigenkapitalmaßnahmen - etwa einen Investor oder Anleihe - geben, so der Bene-Finanzvorstand. Mit den finanzierenden Banken gibt es ein Stillhalteabkommen bis zum Jahr 2016.

Hoffnung schöpft das Unternehmen durch einen zweistelligen Millionen-Großauftrag der National Oil Company in Abu Dhabi. Der Auftrag über 27 Kilometer an Bürotrennwänden soll laut dem Finanzvorstand in den nächsten Monaten abgearbeitet werden. Kolportiert wird ein zweistelliger Millionen-Euro-Betrag. Laut Branchenkennern kostet ein Kilometer an Bürotrennwänden 1 Mio. Euro. Alle Wände werden am Unternehmenssitz in Waidhofen an der Ybbs (NÖ) produziert.

Bene hat heute, Mittwoch, die vorläufigen Zahlen von Mitte April für das Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Jänner) bestätigt. Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich von -17,2 auf -24,2 Mio. Euro, das Periodenergebnis lag bei -28,6 Mio. Euro, nach -29,04 Mio. Euro im Jahr davor. Der Umsatz brach um 24 Prozent auf 163 Mio. Euro ein.

Verantwortlich für die Verluste macht das Unternehmen unter anderem Überkapazitäten und Folgekosten aus alten Projektgeschäften. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Mitarbeiterstand weltweit um 22 Prozent oder 308 Personen auf 1.079 gesenkt. Ein weiterer Personalabbau ist laut dem Bene-Finanzvorstand nicht geplant.

Für das Geschäftsjahr 2014/15 ist Payer „vorsichtig optimistisch“. Der Umsatz soll gehalten werden, der Verlust reduziert werden. Die Ukraine-Krise wird aber voraussichtlich das Russland-Geschäft belasten. Eine Guidance für das laufende Jahr gibt das Unternehmen nicht.

An der Wiener Börse notierten Bene-Aktien am Mittwochvormittag mit einem Minus von 3,8 Prozent bei 0,51 Euro.

~ ISIN AT00000BENE6 WEB http://www.bene.com ~ APA211 2014-05-21/12:00