Spendenkonten

Österreich hilft Flutopfern am Balkan: „Zerstörung unvorstellbar“

Die Flut-Katastrophe in Südosteuropa kostete 45 Menschen das Leben, Zehntausende mussten evakuiert werden. Der Schaden ist enorm.
© EPA

Das Hochwasser in Südosteuropa hat eine Welle der Hilfsbereitschaft in Österreich ausgelöst. Auch Tirol mischt kräftig mit. Der Schaden beläuft sich auf etwa drei Milliarden Euro.

Wien/Sarajevo/Belgrad – Angesichts der Flutkatastrophe am Balkan lässt Österreich Serbien und Bosnien-Herzegowina nicht im Stich: Vertreter der Regierung, von Blaulichtorganisationen und NGO sowie der ORF informierten am Mittwoch im Außenministerium in Wien über die bereits laufende und geplante Hilfe.

Spendenkonten in Österreich

Nachbar in Not:

Kennwort: „Hochwasser in Südosteuropa“

Erste Bank: IBAN: AT212011140040044003, BIC: GIBAATWWXXX

Caritas Tirol:

Kennwort: „Hochwasserhilfe Südosteuropa“

PSK: IBAN: AT926000000007700004, BIC: OPSKATWW

Erste Bank: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560,BIC: GIBAATWWXXX

Rotes Kreuz Tirol:

Kennwort: „Flut in Südosteuropa“

Erste Bank: IBAN: AT572011140014400144, BIC: GIBAATWWXXX

SOS Kinderdorf

Kennwort: „Not- und Katastrophenhilfe“

IBAN: AT12 60000 0000 1566000

Online spenden: www.sos-kinderdorf.at

SMS spenden: 0676 / 800 70 10

Bosnisch–Islamische Religions- und Kulturverein Innsbruck

Raiffeisen-Landesbank Tirol

IBAN: AT353600000000543702

BIC: RZTIAT22

Verwendungszweck: Hochwasserhilfe BiH

Kleidung, Hygieneartikel, Lebensmittel etc. kann man in den Vereinsrä̈umlichkeiten in der Dö̈rrstraße 45, Innsbruck abgeben. Tä̈glich von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Mehr als eine Million Menschen seien betroffen und oftmals traumatisiert. Diese müssten sich auf ihre Nachbarn in Österreich verlassen können. Neben den mindestens 45 Todesopfern wurden Zehntausende evakuiert, und die Zerstörungen der Infrastruktur sind enorm. Der wirtschaftliche Schaden beträgt bis zu drei Milliarden Euro. „Helfen Sie uns helfen. Lassen wir diese Menschen nicht im Stich“, so der Appell von Caritas-Präsident Michael Landau. So wurde nun die elfte „Nachbar in Not“-Aktion, die diesmal unter dem Motto „Hochwasser in Südeuropa“ steht gestartet.

Welle der Hilfsbereitschaft

Österreich hilft bereits an Ort und Stelle, so sind u.a. 40 Soldaten im Einsatz, zudem vier Hubschrauber sowie fast 100 Feuerwehrleute, die vor allem mit ihren Booten Menschen aus den Fluten retten. Auch die Tiroler Wasserrettung ist im Einsatz. „Die ersten Wasserrettungs-Teams (jeweils eine Vierergruppe) sind heute Nacht vom Balkan nach Tirol zurückgekehrt. Jetzt sind vier neue Einsatzkräfte aus Tirol vor Ort im Hilfseinsatz“, erklärte Konrad Kirchebner gegenüber TT Online.

Caritas und Rotes Kreuz kooperieren zudem mit ihren jeweiligen Partnern im Land. Letzterer hat heute den erfahrenen Tiroler Katastrophenhelfer Michael Wolf aus Innsbruck nach Bosnien-Herzegowina entsendet. Der 42-jährige Mikrobiologe wird das Bosnische Rote Kreuz bei der Koordination und Umsetzung der nationalen und internationalen Hilfsmaßnahmen unterstützen.

ÖRK-Generalsekretär Werner Kerschbaum berichtete, dass die Hilfsbereitschaft der „Balkan-Community“ in Österreich enorm sei. Doch man möge von Sachspenden absehen. „Mit Geld können wir dort zielgenau einkaufen und die Wirtschaft vor Ort unterstützen. Sachspenden würden einen enormen Aufwand bedeuten, da man alles sortieren, reinigen und vor allem transportieren muss.“

„Schlimmer als nach Bürgerkrieg“

Auch das SOS Kinderdorf hat nachbarschaftliche Nothilfeaktivitäten gestartet. Demnach beschreibt der Bürgermeister einer Stadt im Norden Bosniens den Zustand als „schlimmer als nach dem Bürgerkrieg“. Die Regierung habe bislang noch keine Hilfe organisiert, weshalb er sich an das SOS Kinderdorf gewendet hat. Die Zerstörung sei unvorstellbar, Kinder würden bei hohen Temparatuten zwischen Tierkadavern und Schutt im Dreck spielen. Eine Seuche könnte jederzeit ausbrechen.

„Jeder kann mit einem kleinen Beitrag Großartiges leisten“, meinte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Neben der Soforthilfe - so ist mit nur 15 Euro ein einmonatiges Hygienepaket für eine ganze Familie gesichert - werde man einen „langen Atem“ haben müssen, sagte Landau. Schließlich müsse man die Betroffenen später dabei unterstützen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

Kurz verspricht EU-Support

Laut Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wurde von der Bundesregierung eine Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds freigegeben, die jeweils zur Hälfte an die beiden am stärksten betroffenen Länder Serbien und Bosnien-Herzegowina gehen werden. Zudem setze man sich dafür ein, dass Serbien als Beitrittskandidat Gelder aus dem Solidarfonds der Union bekommt. Aber auch Bosnien und Kroatien sollten EU-Unterstützung erhalten, wofür er sich einsetzen werde, sagte Kurz. (TT.com)

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