Erzdiözese Salzburg schloss 2013 mit rund 68.000 Euro Gewinn ab

Salzburg (APA) - Die Erzdiözese Salzburg hat das Jahr 2013 mit einem Gewinn von 68.183 Euro abgeschlossen. Mit 48,7 Millionen Euro weisen di...

Salzburg (APA) - Die Erzdiözese Salzburg hat das Jahr 2013 mit einem Gewinn von 68.183 Euro abgeschlossen. Mit 48,7 Millionen Euro weisen die Einnahmen ein Plus von 3,34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf, wie die Erzdiözese am Mittwoch informierte. Rund acht Mio. Euro wurden für Kirchenrenovierungen, Pfarrhöfe und andere kirchliche Bauten bereitgestellt.

Von den 48,7 Mio. Euro Gesamtvolumen stammen 87 Prozent (42,5 Mio. Euro) aus Kirchenbeiträgen. Obwohl die Erzdiözese Salzburg im Vorjahr 4.590 Kirchenaustritte (plus 20,8 Prozent) hinnehmen musste, sind die Einnahmen aus den Kirchenbeiträgen gestiegen. Erzdiözese-Sprecher Wolfgang Kumpfmüller begründete gegenüber der APA die Mehreinnahmen mit der Alterspyramide und der Zuwanderung. Sorgenkinder seien die 19- bis 30-Jährigen, in dieser Altersgruppe wurden die meisten Austritte verzeichnet.

Die Kirchenbeiträge seien das wesentliche Fundament für die Finanzierung der vielfältigen Aufgaben der katholischen Kirche, wurde betont. Der Direktor der bischöflichen Finanzkammer, Josef Lidicky, wies daraufhin, dass 54 Prozent des Budgets der Erzdiözese Salzburg (24,4 Mio. Euro) für die Bezahlung von rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern benötigt werden. Die Erzdiözese bedankte sich für das große ehrenamtliche Engagement vieler Frauen und Männer sowie für die Bereitstellung von Spenden für die Aufgaben der Caritas, der missionarischen Kirche und für die konkrete Unterstützung der Pfarren.

Der erzielte Gewinn werde für laufende Ausgaben, beispielsweise für Bauvorhaben verwendet. Einige Projekte „sind noch nicht ausfinanziert“, sagte Kumpfmüller. Die Unterstützung durch Bund und Land sei durch die Budgetkürzungen schwieriger geworden, erklärte Lidicky. So werde zum Beispiel die Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche Taxenbach mit Gesamtkosten von 1,9 Mio. Euro vom Bundesdenkmalamt nur mit 60.000 Euro gefördert. Allein die Mehrwertsteuer für dieses Vorhaben betrage aber rund 300.000 Euro.

Die Zahl der Priester ist in der Erzdiözese relativ konstant geblieben. Im Jahr 2012 bestand der Gesamtklerus (Priester, Kooperatoren, Bischöfe) aus 234 Personen. Ende 2013 ist die Zahl auf 238 gestiegen, weil vier Geistliche aus dem Ausland nach Salzburg gekommen waren. Allerdings werde sich die Gesamtsituation nicht verbessern, denn heuer und auch im nächsten Jahr stehen etliche Pensionierungen an, sagte Kumpfmüller.