EU-Wahl - ÖVP kritisiert politische Konkurrenten

Wien (APA) - Die ÖVP schießt sich im Wahlkampfendspurt auf ihre politischen Konkurrenten ein. Generalsekretär Gernot Blümel holte bei einer ...

Wien (APA) - Die ÖVP schießt sich im Wahlkampfendspurt auf ihre politischen Konkurrenten ein. Generalsekretär Gernot Blümel holte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch „100 Stunden vor der EU-Wahl“ zum Rundumschlag gegen SPÖ, FPÖ und NEOS aus.

Die „europäischen Sozialisten“ hätten „unter dem Deckmantel der Toleranz das europäische Wertefundament verlassen“, meinte Blümel. Er vermisse nach wie vor eine klare Distanzierung der SPÖ von den Aussagen des europäischen Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Martin Schulz, der „Kreuze aus dem öffentlichen Raum verbannen“ wolle. SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund wiederum habe „gezeigt, dass er nicht weiß, wie die Lebensrealität der Menschen aussieht“. Es gehe um mehr, „als bloß ein bekanntes Gesicht vorne hinzustellen“, so Blümel.

In Bezug auf die FPÖ sagte Blümel, diese würde „zurückwollen ins 20. Jahrhundert“. Sie habe sich nun „endgültig auf den Le Pen-Kurs (Front-National-Chefin Marine Le Pen, Anm.) eingeschworen“, die den Austritt aus dem Euro und aus der EU fordere, was Blümel als „wirtschaftspolitischen Wahnsinn“ bezeichnete.

Auch den Auszug der NEOS aus dem Nationalrat aus Protest gegen die von Finanzminister Michael Spindelegger in einem Brief nach Brüssel angekündigte nachträgliche Budgetkorrektur kritisierte er: „Die NEOS-Partei kassiert Sitzungsgelder und macht Wahlkampf.“ Politik müsse gelernt werden, und die NEOS hätten „noch viel zu lernen“. Sie seien „Fähnchen im Wind“, die ihre Positionen ändern würden, sobald es Kritik in der Öffentlichkeit daran gebe, meinte Blümel. „Für uns ist klar, wenn es um Europa geht, ist Othmar Karas die beste Wahl“, betonte er. Die Wahl am Sonntag sei „ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, so Blümel. „Wir wollen am Sonntag als erste durchs Ziel gehen.“

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