Standort Tirol

Milchabsatz in Tirol soll erhöht werden

Innsbruck – Bereits jetzt liegt die Milchproduktion der Tiroler Bauern über dem EU-Durchschnitt. Die EU-Milchquotenregelung sorgt jedoch daf...

Innsbruck –Bereits jetzt liegt die Milchproduktion der Tiroler Bauern über dem EU-Durchschnitt. Die EU-Milchquotenregelung sorgt jedoch dafür, dass sich das finanziell kaum bemerkbar macht, weil bislang Strafzahlungen fällig werden. Heuer kostet die Überproduktion rund 1,8 Millionen Euro in Tirol, in Österreich dürfte sich die so genannte Superabgabe auf 28 bis 30 Mio. Euro belaufen.

Zuletzt hat die Milchproduktion in Tirol erneut um 8 % zugelegt. Was nicht zuletzt dem stabilen Milchpreis zu verdanken ist. „Derzeit bekommen die Tiroler Milchbauern von uns 39,90 Cent für den Liter Milch“, erklärt Stefan Lindner, Obmann der Tirol Milch. Der Preis liegt damit laut Landwirtschaftskammerpräsident (LWK) Josef Hechenberger nur leicht unter jenem vor dem EU-Beitritt Österreichs. Wenn mit 1. April 2015 die Quotenregelung ausläuft, wird dieser Preis jedoch kaum noch zu halten sein. Die LWK rechnet dann mit einer 15-prozentigen Produktionssteigerung. Damit die Preise nicht zu stark fallen, muss somit der Absatz gesteigert werden. Neben der Hoffnung auf wachsenden Milchdurst in den Schwellenländern will die Tirol Milch unter anderem mit der Veredelung der Milch und regionaler Vermarktung künftig mehr Milch verkaufen.

Zum Weltmilchtag am 1. Juni veranstaltet daher die LWK gemeinsam mit der Tirol Milch ein Familienfest im Innsbrucker Hofgarten. „Den Tirolern sollen so die Vorzüge regionaler Milchprodukte wie naturnaher und gentechnikfreier Produktion schmackhaft gemacht werden“, erklärt Lindner. (ecke)

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