Steirische Jugendliche unter Verdacht: Hund gequält und erschlagen

Ludersdorf (APA) - Zwei Burschen sollen in der Oststeiermark als Gäste eines 75-jährigen Pensionisten nachts dessen Hund gequält und erschla...

Ludersdorf (APA) - Zwei Burschen sollen in der Oststeiermark als Gäste eines 75-jährigen Pensionisten nachts dessen Hund gequält und erschlagen haben: Sie dürften den Dackel erst getreten und dann mit einem Handbeil getötet haben. Als Ablenkung legten sie den Vierbeiner in einen Straßengraben. Der Besitzer erfuhr erst Wochen danach, was wirklich geschehen war und erstattete Anzeige, sagte die Polizei am Mittwoch.

Bereits Ende März war der Vorfall in Ludersdorf-Wilfersdorf (Bezirk Weiz) passiert: Die Enkelin des 75-Jährigen war zusammen mit ihren Freunden in einer Grazer Diskothek aus und bot ihnen an, auch bei ihrem Opa zu übernachten. Die Bekannten willigten ein. Im Haus des Mannes lebte auch der zweieinhalb Jahre alte Dackel. Irgendwann nach Mitternacht waren zwei der Freunde - Burschen im Alter von 16 und 18 Jahren - aufgewacht. Dann gingen sie auf den Hund los.

Als er tot war, sollen sie ihn aus dem Haus gebracht neben der Straße abgelegt haben. Dann gingen sie wieder ins Bett und taten am Morgen danach so, als ob sie nicht wüssten, wo der Hund ist. Der Großvater entdeckte das Tier schließlich zwei Tage später im Graben und schöpfte sofort Verdacht. Der Hund hatte unmöglich selbst aus dem Haus können. Doch da er nicht wusste, wer genau das Tier umgebracht hatte, erstattete er vorerst keine Anzeige. Hinweise auf die beiden Täter, die an ihn herangetragen wurden, ließen ihn dann doch zur Polizei gehen.

Die beiden Burschen meinten gegenüber den Beamten, sie hätten den Dackel „nur“ getreten, aber nicht erschlagen. Über das Motiv hätten sie sich ausgeschwiegen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion Steiermark. Eine Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Die Jugendlichen wurden wegen Tierquälerei angezeigt.