Sportminister Klug forderte Standards bei WM- und Olympia-Vergabe

Brüssel (APA) - Angesichts der Debatten rund um Winter-Olympia in Russland sowie die Fußball-Weltmeisterschaften in Brasilien und Katar hat ...

Brüssel (APA) - Angesichts der Debatten rund um Winter-Olympia in Russland sowie die Fußball-Weltmeisterschaften in Brasilien und Katar hat sich Österreichs Sportminister Gerald Klug (SPÖ) am Mittwoch beim Sportministerrat in Brüssel für klare Standards bei der Vergabe und Vorbereitung von Großsportveranstaltungen ausgesprochen. Klug forderte seine EU-Ministerkollegen zum Handeln auf.

Auch sie sollen geschlossen an die großen internationalen Sportverbände herantreten und ein Umdenken bei der Vergabe herbeiführen. „Österreich tritt klar dafür ein, dass Kriterien wie Menschenrechte, Demokratie, Umweltschutz und auch Sicherheit in Zukunft schon bei der Vergabe von Großsportveranstaltungen viel mehr als bisher in die Vergabeentscheidung miteinfließen sollten“, erklärte Klug.

„Wir wollen Spiele, bei denen es um die sportlichen Leistungen der Teilnehmer und um einen fairen Wettkampf geht, und nicht ums Geld und um das Errichten von unglaublich teuren Stadien und Sportstätten. Und das auf Kosten der Rechte vieler tausender Menschen, die beim Bau dieser Stadien regelrecht ausgebeutet werden“, meinte der 45-jährige Steirer. Auch das Thema Nachhaltigkeit müsse stärker in den Vordergrund rücken.