Leitbörsen in Fernost schließen ohne einheitlicher Tendenz

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch keine einheitliche Tendenz gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 33,08 Z...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch keine einheitliche Tendenz gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 33,08 Zähler oder 0,24 Prozent auf 14.042,17 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong konnte minimal um 1,84 Zähler (plus 0,01 Prozent) auf 22.836,52 Einheiten zulegen. Der Shanghai Composite kletterte etwas deutlichere 16,83 Punkte oder 0,84 Prozent auf 2.024,95 Punkte ab.

Eher seitwärts bewegten sich auch die Aktienmärkte in Singapur und Australien. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.261,78 Zählern mit einem leichten Minus von 3,69 Punkten oder 0,11 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney schloss gut behauptet mit einem Plus von 2,2 Zähler oder 0,04 Prozent auf 5.403,90 Einheiten.

Konjunkturseitig waren in Asien die Augen auf Japan gerichtet. Dort verkündete die japanische Zentralbank Bank of Japan weiterhin Wertpapiere im Volumen von 60 bis 70 Billionen Yen kaufen zu wollen. Damit entschied sie sich gegen einen weiteren Stimulus und auch gegen eine Reduzierung, nachdem die Umsatzsteuererhöhung ohne Wachstumsverlust aufgenommen wurde. Besonders Exporttitel zeigten sich vom aufgrund der Zentralbank-Ankündigung gestiegenen Yen belastet. So verloren Mazda-Aktien 2,38 Prozent und Canon-Werte 1,32 Prozent.

In China rückten Lenovo-Werte in den Fokus. Dank seiner Smartphone-Expansion konnte der chinesische Computer-Hersteller seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2013/14 (bis Ende März) um 29 Prozent auf 596 Mio. Euro hinauffahren. Auch der Umsatz stieg mit 14 Prozent kräftig auf über 28 Mrd. Euro. Die Lenovo-Aktien reagierten mit einem Kursplus von 3,4 Prozent auf 9,44 Hongkong Dollar.

Nach dem gestrigen Kursfeuerwerk um 18 Prozent konnten auch heute die Aktien des australischen Weinkonzerns Treasury Wine Estates um 5,62 Prozent klettern. Am Dienstag hatte der Konzern das Übernahmeangebot der Beteiligungsgesellschaft KKR abgelehnt. Nun machten Gerüchte die Runde, dass Interessenten ein höheres Angebot vorlegen könnten.

Rohstoffkonzerne erlitten an der australischen Börse unterdessen Kursverluste. Grundlage war der gesunkene Eisenerz-Preis am Tianjin-Hafen in China, welcher den niedrigsten Wert seit September 2012 auswies. Fortescue Metals verloren daraufhin 2,42 Prozent. Auch die Branchengrößen BHP Billiton und Rio Tinto gaben um 0,75 bzw. 1,08 Prozent nach.