Statistik Austria

Tirol verzeichnet leichtes Plus bei Geburten und Sterbefällen

79.330 Kinder sind im 2013 in Österreich zur Welt gekommen. Das waren um 378 Babys mehr als im Jahr 2012, berichtete die Statistik Austria am Mittwoch. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle im Jahresvergleich um 90 auf 79.526 an. Damit fiel die Geburtenbilanz in der Gegenüberstellung von Neugeborenen und Todesfällen mit einem Minus von 196 wie schon im Vorjahr negativ aus.

Innsbruck, Wien – In vier Bundesländern stiegen die Geburtenzahlen. Den deutlichsten Anstieg registrierte Wien mit plus 2,3 Prozent, gefolgt von Salzburg (plus 2,0 Prozent), Tirol (plus 0,7 Prozent) und Oberösterreich (plus 0,3 Prozent). Die übrigen Bundesländer wiesen Geburtenrückgänge auf: Vorarlberg (minus 2,3 Prozent), Burgenland (minus 2,0 Prozent), Niederösterreich (minus 0,4 Prozent), sowie Kärnten und Steiermark (je minus 0,3 Prozent).

Die Unehelichenquote bei den Neugeborenen sank bundesweit erstmals seit den 1990er-Jahren leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 41,4 Prozent im Jahr 2013. Weiterhin war sie in Kärnten mit 53,5 Prozent und der Steiermark mit 49,9 Prozent am höchsten. Über dem Bundesdurchschnitt lagen auch Tirol, Oberösterreich und Salzburg. Wien (34,5 Prozent), Niederösterreich (37,2 Prozent) und Vorarlberg (37,8 Prozent) verzeichneten hingegen Werte deutlich darunter.

Tirol mit leichtem Plus bei Sterbefällen

Bei der Zahl der Sterbefälle registrierte Salzburg die deutlichste Steigerung mit plus 4,6 Prozent, gefolgt von Oberösterreich (plus 3,6 Prozent), Vorarlberg (plus 1,9 Prozent) und Tirol (plus 0,7 Prozent). In den übrigen Bundesländern gab es im Vergleich zu 2012 einen Rückgang. Dieser fiel im Burgenland mit einem Minus von 2,5 Prozent am stärksten aus, gefolgt von der Steiermark (minus 1,9 Prozent), Niederösterreich (minus 1,5 Prozent), Wien (minus 0,4 Prozent) und Kärnten (minus 0,2 Prozent).

Im Jahr 2013 starben in Österreich 245 Babys im ersten Lebensjahr. Das waren um 2,8 Prozent weniger als im Jahr 2012. Die Säuglingssterberate lag dadurch bei 3,1 Promille.

Die Zahlen zeigen große regionale Unterschiede bei den Geburtenbilanzen. Die Bundesländer Wien (plus 2.359), Tirol (plus 1.319), Vorarlberg (plus 948), Salzburg (plus 771) und Oberösterreich (plus 619) erzielten wie schon in den Vorjahren Geburtenüberschüsse. In Niederösterreich (minus 2.501), der Steiermark (minus 1.445), Kärnten (minus 1.157) und dem Burgenland (minus 1.109) überwog dagegen erneut die Zahl der Sterbefälle. (APA)

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