Fußball: Neues Trikot und alte Baustellen bei Rapid

Wien (APA) - Beim SK Rapid lassen die zukunftsweisenden Entscheidungen noch auf sich warten. Anlässlich der Präsentation des neuen, hauptsäc...

Wien (APA) - Beim SK Rapid lassen die zukunftsweisenden Entscheidungen noch auf sich warten. Anlässlich der Präsentation des neuen, hauptsächlich in Weiß gehaltenen Auswärtstrikots für die kommenden beiden Saisonen gab es am Mittwoch vom Fußball-Rekordmeister keine Neuigkeiten bezüglich Stadionbau und möglicher Spielerabgänge.

Zumindest bestätigte Sportdirektor Andreas Müller, dass im Vertrag von Marcel Sabitzer eine Ausstiegsklausel verankert ist. Sollte ein Verein die kolportierten zwei Millionen Euro bezahlen - angeblich haben Red Bull Salzburg und auch Roger Schmidts neuer Club Bayer Leverkusen Interesse - müsste Rapid den Teamspieler ziehen lassen, von der Ablöse würde den Hütteldorfern aufgrund einer speziellen Vertragskonstruktion nicht allzu viel bleiben. „Aber bisher wurde die Ausstiegsklausel nicht gezogen“, erklärte Müller.

Etwas rosiger sieht die Situation bei Louis Schaub aus. Der Sportdirektor gab sich zuversichtlich, den bis 2015 laufenden Vertrag des ÖFB-U21-Internationalen demnächst verlängern zu können. Allerdings bleibt die Situation des Mittelfeldspielers vorerst ebenso fraglich wie jene von Guido Burgstaller oder Terrence Boyd, deren Abgang auch nicht ausgeschlossen ist.

Für diesen Fall wäre man laut Müller gewappnet. „Es gibt Gespräche mit Spielern von anderen Clubs“, meinte der Deutsche. Dabei handle es sich um „mehr als zwei“ Kicker, verriet der 51-Jährige. Nicht darunter ist Müllers 19-jähriger Sohn Miles, der im Schalke-Nachwuchs engagiert ist.

Wie auch immer Rapids Kader für die kommende Saison aussehen wird, die Zielvorgabe lautet wieder, einen Europacup-Startplatz zu erreichen. „Wir wollen auch nächstes Jahr international spielen und arbeiten intensiv daran, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen“, sagte Müller, der allerdings im Bereich des Profi-Kaders eine hohe sechsstellige Summe einsparen muss. „Wir müssen sparen und gleichzeitig die Mannschaft stabil halten, das wird eine interessante Herausforderung.“

Vor einer Herausforderung steht der Vizemeister auch im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung eines neuen Stadions. Ob die Bauarbeiten schon in diesem Sommer beginnen und Rapid deshalb für zwei Saisonen ins Happel-Stadion ausweicht, wird voraussichtlich in drei oder vier Wochen, spätestens aber am 26. Juni feststehen. Einen Tag später beginnt nämlich der Abo-Verkauf für die Spielzeit 2014/15.