Filmfestspiele Cannes - „Maidan“ am Mittelmeer: Doku zur Ukraine

Cannes (APA/dpa) - Einer der ersten Dokumentationsfilme über die Unruhen in der Ukraine ist am Mittwoch beim Filmfestival Cannes gezeigt wor...

Cannes (APA/dpa) - Einer der ersten Dokumentationsfilme über die Unruhen in der Ukraine ist am Mittwoch beim Filmfestival Cannes gezeigt worden. „Maidan“ des in Deutschland lebenden Regisseurs Sergej Losniza fängt über einen längeren Zeitraum Bilder vom Unabhängigkeitsplatz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein.

Der Film beobachtet die Menschen, die seit Ende 2013 gegen die Regierung des damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch protestierten. Der Filmemacher verfolgt die Reden, schaut sich das Geschehen der Aktivisten rund um den Platz an - und dokumentiert den Wandel von ruhigen Demonstrationen hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Losniza, 1964 in Weißrussland geboren und später in der Ukraine aufgewachsen, drehte schon zahlreiche Dokumentationen und Spielfilme, darunter das ebenfalls in Cannes gezeigte Drama „Mein Glück“. „Maidan“ läuft beim Festival außer Konkurrenz und zählt zu den Sondervorstellungen des offiziellen Programms.