Philippinen und Vietnam: China schafft extrem gefährliche Situation

Manila (APA/dpa) - Vietnam und die Philippinen haben China aufgefordert, sein als aggressiv kritisiertes Gebaren im Südchinesischen Meer sof...

Manila (APA/dpa) - Vietnam und die Philippinen haben China aufgefordert, sein als aggressiv kritisiertes Gebaren im Südchinesischen Meer sofort zu stoppen. China habe eine „extrem gefährliche Situation“ in den umstrittenen Gewässern geschaffen, erklärten die Regierungschefs Vietnams und der Philippinen, Nguyen Tan Dung und Benigno Aquino, am Mittwoch in Manila.

Auslöser des Konflikts ist eine Ölplattform, die China Anfang Mai vor Vietnams Küste errichtet hatte. Das Gebiet im Südchinesischen Meer wird auch von Vietnam beansprucht. Die Philippinen ihrerseits werfen China vor, Landgewinnung in dem von Manila beanspruchten Johnson-Riff zu betreiben.

China habe mehrfach internationales Recht verletzt und bedrohe ernsthaft Frieden, Sicherheit und Freiheit im Südchinesischen Meer, sagte Vietnams Ministerpräsident Dung. Er und Aquino teilten die tiefe Sorge über die Lage. „Beide Seiten sind entschlossen, sich Chinas Verstößen entgegenzustellen und rufen die internationale Gemeinschaft auf, China aufs Schärfste zu verurteilen“, sagte Dung.

Die beiden Länder kündigten an, ihre Zusammenarbeit bei der Überwachung der Küsten zu intensivieren, um ihre maritimen Ressourcen zu schützen und illegale Handlungen in den angrenzenden Gewässern zu unterbinden.