Standort Tirol

Platz 22 für Österreich, Tirol will 20 Firmen holen

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Standort Österreich holt leicht auf, 112 Ansiedlungen in Tirol seit 2008.

Innsbruck, Wien – Österreich hat in puncto Wettbewerbsfähigkeit wieder aufgeholt. Nach etlichen Jahren nachlassender Konkurrenzfähigkeit konnte sich die Alpenrepublik im „World Competitiveness Report 2014“ des Lausanner Instituts für Management-Entwicklung (IMD) wieder um einen Platz von Rang 23 auf 22 verbessern. Die beste Platzierung erzielte Österreich im Jahr 2007 mit Platz 11, ab dann ging es bergab.

Wettbewerbsstärkstes Land bleiben die USA, gefolgt von der Schweiz, Singapur, Hongkong, Schweden und Deutschland. Untersucht wurden 338 Kriterien. Vor allem im Teilbereich Volkswirtschaft konnte sich Österreich deutlich von Platz 22 auf Platz 17 verbessern, während sich die Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Regierung nur von Platz 37 auf 36 verbesserte. Besonders schlecht bewertet wird die heimische Budgetpolitik mit Rang 58 unter den 60 untersuchten Ländern. Am besten bewertet wird die Produktivität der Betriebe. Hier landet Österreich auf Platz 9.

Tirol sei ein sehr guter Standort, vieles gehe leichter, rascher und mit weniger Steuerbelastung, dafür mehr Wertschätzung für den Mittelstand als in Deutschland, loben indes Klaus König und Werner Oswald, Chefs der Nirobo Metallverarbeitungsgesellschaft aus Mainhausen in der Nähe von Frankfurt. Die Deutschen starten noch heuer in Söll mit der KW Umformtechnik GmbH, die vorerst auf 800 Quadratmetern mit bis zu fünf Mitarbeitern Forschung und Entwicklung für neue Kalt-Umformtechniken von Bogen-Normteilen etwa in Edelstahl oder Buntmetallen betreiben will.

Tirol habe seit 2008 insgesamt 112 Firmen aus dem Ausland und anderen Bundesländern angesiedelt, die heute zusammen mehr als 1000 Beschäftigte hätten. Große Ansiedlungen davor seien etwa Durst, Loacker, Kathrein oder Viking gewesen. Wichtig sei ein gutes und innovatives Umfeld. Tirol habe 5000 Forscher, davon 60 % im angewandten Bereich, also „kurz vor der Wertschöpfung“, so Zoller-Frischauf. Standortagentur-Chef Harald Gohm berichtet von 116 Firmenanfragen für Ansiedlungen, tatsächlich realisieren will er heuer etwa 20. „Wir sehen uns vor allem als Wachstumsbegleiter.“ (va)

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