US-Vorwahlen: Erneute Niederlage für radikale Tea Party

Washington (APA/dpa) - Die ultrakonservative Tea-Party-Bewegung in den USA hat bei Vorwahlen erneut empfindliche Niederlagen einstecken müss...

Washington (APA/dpa) - Die ultrakonservative Tea-Party-Bewegung in den USA hat bei Vorwahlen erneut empfindliche Niederlagen einstecken müssen. In mehreren Bundesstaaten setzten sich am Dienstag (Ortszeit) etablierte Mitglieder der Republikaner gegen die Angreifer vom rechten Rand der Partei durch.

Im Bundesstaat Kentucky etwa gewann der Minderheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, deutlich gegen seinen Herausforderer, der massive finanzielle Wahlkampfhilfen von konservativen Gruppen erhalten hatte. Auch in anderen Staaten setzten sich die moderateren Republikaner durch.

Experten sprechen bereits von einer „Zähmung“ der populistischen Tea Party. Die Radikalen hatten in den Jahren seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama das politische Gefüge in den USA durcheinandergewirbelt und die Republikaner vor allem im Finanzstreit mit den Demokraten angeführt. Programmatisch richtet sie sich gegen die vermeintliche Tendenz der US-Regierung, sich immer mehr in das Leben der Menschen einzumischen und alles zu regulieren.

Die Kongresswahlen finden im November statt. In den jetzt laufenden Vorwahlen bestimmen die Parteien intern ihre Kandidaten.