Wacker Amateure

Teurer, aber Fohlen sollen weitertraben

Bis zum Ende der Woche muss der FC Wacker Innsbruck seine Amateure für die Westliga nennen.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Ein in diesem Sommer in Kraft tretendes ÖFB-Statut sieht vor, dass die Amateur-Teams der Bundesligisten in der kommenden Saison (2014/15) bei einer Teilnahme in der Regionalliga 30.000 Euro an den geschäftsführenden Landesverband (in der Westliga ist dies der Vorarlberger Fußballverband) zu entrichten haben. Ein Betrag, den in der Westliga auch Altach und die Red Bull Salzburg Amateure zu zahlen haben und der dann aliquot auf die anderen Teams aufgeteilt werden soll. Dafür fällt für die Amateur-Teams die Schiedsrichter-Bezahlung bei den Auswärtspartien weg. In Summe bleiben dennoch ca. 20.000 Euro an Mehrkosten übrig. Keine Peanuts.

Beim FC Wacker Innsbruck war Klubmanager Gogo Feistmantl (weilt derzeit im Urlaub auf Korfu) schon länger darüber informiert. Und mit Konsequenz sprach Sportdirektor Florian Klausner gestern jenen Satz aus, den wohl alle rund um die schwarzgrünen Fohlen hören wollen: „Es gibt keine Diskussion über unsere Amateurmannschaft in der Regionalliga.“ Die Talente sollten sich auch in der kommenden Saison in der Drittklassigkeit für höhere Aufgaben empfehlen können. Als vermeintliches Horror­szenario wäre ein Ansuchen um Aufnahme in die UPC Tirol Liga im Raum gestanden oder sogar ein Rückzug in die Landesliga. In beiden Fällen würde sich die Zahl der Unterhaus-Absteiger erhöhen. „Alleine schon der Gedanke daran sorgt für Kopfweh. Die gehören in die Westliga“, sagt TFV-Präsident Josef Geisler mit Nachdruck.

Macht parallel zur Akademie eigentlich eine eigene Wacker U17 Sinn, die in der tirolweiten 18er-Altersklasse die Konkurrenz in sechs Frühjahrspartien mit 50:1 in Grund und Boden schießt? Der Lernfaktor bei solchen Resultaten wird in Zweifel gezogen.

Andererseits garantiert die hauseigene Nachwuchsabteilung Amateure-Coach Thommy Grumser wertvollen Nachschub, wenn gegen Ende der Frühjahrsmeisterschaft wegen Verletzungen und Urlaub der Kaderspieler arge Personalprobleme herrschen. Beim jüngsten 3:1-Sieg gegen Höchst standen laut Grumser mit Mair, Rieder, Assim und Ivanusch (Startelf) sowie Pointner, Peintner, Galovic, Babic und Engelbrecht (Bank) gleich neun Mann im Kader. Fortsetzung folgt ...

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