Verbund-AR 2 - Mitarbeiter sollen im Konzern gehalten werden

Wien (APA) - Für die Mitarbeiter seien bei den Kraftwerksschließungen sozialverträgliche Lösungen angestrebt, erklärte der Verbund am Mittwo...

Wien (APA) - Für die Mitarbeiter seien bei den Kraftwerksschließungen sozialverträgliche Lösungen angestrebt, erklärte der Verbund am Mittwochnachmittag nach dem Aufsichtsratsbeschluss zu den Stilllegungen in einer Aussendung. Zu einem Gutteil werde eine Weiterbeschäftigung im Unternehmen möglich sein, hieß es zur APA.

Die betroffenen Arbeitnehmer - rund 100 in Österreich - sollen großteils in anderen Konzerngesellschaften weiterbeschäftigt werden. Im übrigen gilt auch für die zu schließenden thermischen Kraftwerks-Standorte in Österreich der Sozialplan des seit 2013 laufenden Kostenmanagement-Programms.

Mit dem Ausstieg der Energie Steiermark aus der Verbund Thermal Power im Dezember 2013 sei auch der bestehende Fernwärmeliefervertrag geändert und die jährliche Kündbarkeit erstmals mit Wirkung 30.06.2020 vereinbart worden, hält der Verbund zu Grazer Befürchtungen fest, die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt könnte gefährdet sein.

Die vereinbarte Wärmebereitstellung bis maximal 230 MW und die sonstigen Bedingungen würden unverändert bleiben. Es bestehe keine Verpflichtung zur Vorhaltung von Ausfallskapazitäten. Verbund Thermal Power sei jedoch im Fall der Nicht- bzw. zu geringen Lieferung zur Übernahme der Kosten der dadurch veranlassten Mehrerzeugung im Fernheizkraftwerk Graz verpflichtet. „Der Verbund bestätigt, den bestehenden Wärmeliefervertrag durch Verbund Thermal Power zu erfüllen“, wird betont.

Dass sich der Verbund die Möglichkeit offen hält, das Kraftwerk Dürnrohr doch noch weiterlaufen zu lassen, empört indes Global 2000. Die Umweltorganisation wirft dem Stromkonzern einen Schlingerkurs vor und verlangt einen verbindlichen Kohle-Ausstiegsplan. „Alle Kohlekraftwerke in Österreich brauchen ein Ablaufdatum.“

~ ISIN AT0000746409 WEB http://www.verbund.com ~ APA454 2014-05-21/16:06