Erste Liga

Nach Wallner-Abgang: Wacker ohne Sturm und Drang

Wackers Angriff auf einen (sofortigen) Wiederaufstieg in die Bundesliga stockt. Lukas Hinterseer und Roman Wallner sind Geschichte, Alex Gründlers Zukunft ist fraglich.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Der Trainer weilt im Urlaub (Thailand), und die Verhandlungen scheinen zu Stocken. Zumindest beschleicht einen dieses Gefühl. Nachdem die Zukunft von ÖFB-Teamspieler Lukas Hinterseer (13 Saisontreffer) beim deutschen Zweitligisten Ingolstadt klar war, hat sich auch das Innsbruck-Kapitel um Roman Wallner erledigt. Der 32-jährige Edelroutinier und achtfache Torschütze spielt in den Planungen von Michael Streiter offenbar doch keine Rolle mehr.

Wallner beklagt alibimäßige Verhandlungen

Was ihn weniger geärgert hat, als die Art und Weise seines Abgangs: „Die Verhandlungen waren mehr alibimäßig. Sie hätten es mir ja nur sagen müssen. Denn überall, wo sie mich zuvor in meiner Karriere nicht mehr gewollt haben, haben sie mich davon gejagt“, kam Wallner, der in seinen langen Profijahren u.a. in Deutschland (Hannover), Schottland (Falkirk) und Griechenland (Kalamarias, Xanthi) vorgespielt hat, schon wieder ein (selbstironischer) Lacher über die Lippen. Mit dem Nachsatz, dass er gerne in Innsbruck, beim Verein und den tollen Fans geblieben wäre.

„Wir wollen in Liga zwei eine Art Neustart und da spielt Roman keine Rolle mehr“, führte Wackers Sportdirektor Florian Klausner aus. Man hätte dem Fanliebling finanziell kein akzeptables Angebot unterbreiten können. Oder andersrum formuliert: zumindest keines, das die Wertschätzung und den tatsächlichen Willen, das Schlitzohr halten zu wollen, symbolisiert hätte. Auch dieses Transferspiel offenbart zwei Seiten.

Weil die (Zwangs-)Ablöse von Alex Gründler (mit vier Treffern gemeinsam mit Stipe Vucur drittbester Schütze) mit dem SC Schwaz noch längst keine beschlossene Sache ist, bereitet ein Blick auf die Wacker-Offensive gegenwärtig etwas Kopfzerbrechen. Die Frage „Wer schießt die Tore?“ steht nicht nur im Raum.

Aigner, Vuleta, Gründler oder Zangerl?

„Natürlich werden wir Stürmer benötigen, und am besten wäre es, wir würden einen mit der garantierten Torquote vom ,Aigi’ (Ex-Wackerianer Johannes Aigner wird im Altach-Dress heuer wieder Erstliga-Schützenkönig/bislang schon 22 Treffer, Anm.) bekommen. Das ist halt auch eine Frage des Geldes“, sondiert Klausner weitere Angebote.

Bei Basel-Leihgabe Stjepan Vuleta seien die Zeichen auf eine Verlängerung durchaus positiv, auch im Streitfall um Alex Gründler wäre er guter Dinge, dass sich die Fronten mit dem SC Schwaz aufweichen lassen und es zu einer Einigung kommt.

„Dem Alex (Gründler) soll in seiner Karriere nichts Schlimmeres passieren. Das ganze Hickhack belastet ihn nicht, er wird seinen Weg unbeirrt weitergehen“, stärkt Berater Nick Neururer seinem Schützling demonstrativ den Rücken. Auch U21-Teamchef Werner Gregoritsch habe mit der Nominierung auf Abruf Gründlers Entwicklung notiert.

Im Offensivspiel bleibt auch Wattens-Torjäger Simon Zangerl – 2012 Schützenkönig, gegenwärtig mit 26 Treffern in der Westliga-Wertung wieder in Front – eine Option. „Natürlich hat er Werbung in eigener Sache betrieben“, hat Klausner dieser Personalie keine Absage erteilt. Zumal andere Typen (Gründler, Vuleta) ja auch über den Flügel kommen können. Hauptsache bleibt, dass der FC Wacker einen Zug zum Tor findet.

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