Hypo Alpe Adria Bilanzverlust 2013 sogar bei 3,1 Mrd. Euro

Wien/Klagenfurt (APA) - Unterm Strich ist der Verlust der staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria (Einzelabschluss) 2013 tatsächlich bei meh...

Wien/Klagenfurt (APA) - Unterm Strich ist der Verlust der staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria (Einzelabschluss) 2013 tatsächlich bei mehr als 3 Milliarden Euro zu liegen gekommen. Wie aus der im Amtsblatt pflichtveröffentlichten Bilanz hervor geht, lag der Bilanzverlust im letzten Jahr als Bank konkret bei 3,143 Mrd. Euro.

Zum vermeldeten Jahresverlust von 2,748 Mrd. Euro ist im Einzelabschluss der Hypo Alpe Adria Bank International AG nämlich noch ein Verlustvortrag von 395,9 Millionen Euro aus dem Vorjahr dazuzurechnen.

Hauptursache für den Rekordverlust der AG-Bilanz waren neben Kreditabschreibungen und Abschreibern auf Wertpapiere des Umlaufvermögens von 850 Mio. Euro vor allem die Abschreibungen auf Wertpapiere und Beteiligungen von insgesamt 1,835 Mrd. Euro. Darin waren die Abwertungen auf die zum Verkauf stehenden Balkan-Banken ebenso enthalten wie weitere Abschreiber auf das Italien-Geschäft sowie Buchverluste.

Im Konzern gab es 1,86 Milliarden Verlust, wie die Bank im April gemeldet hatte. Der horrende Verlustbericht wird am kommenden Freitag in der Jahreshauptversammlung abgenickt. Der Staat musste die Krisenbank für die Bilanzerstellung 2013 mit mehrfachen Kapitalhilfen stützen.

In einer Sonderhauptversammlung ebenfalls am Freitag soll es zum Austausch der Aufsichtsräte kommen. Neuer Vorsitzender wird in der Folge auf Wunsch des Finanzministers Herbert Walter, ehemals Vorstandschef der Dresdner Bank. Walter folgt als Hypo-Präsident Klaus Liebscher nach, der im Februar zurückgetreten war.

Per Freitag treten, wie vom Finanzressort bekanntgegeben wurde, überraschend auch die anderen bisherigen Kapitalvertreter ab. Der Bund will den Aufsichtsrat der Krisenbank kurz vor Umwandlung in eine Abwicklungsgesellschaft zudem verkleinern.

~ WEB http://www.hypo-alpe-adria.com ~ APA488 2014-05-21/16:57