Taliban-Angriffe in Afghanistan - Mindestens 18 Polizisten getötet

Kabul (APA/dpa/AFP) - Taliban-Kämpfer haben in heftigen Gefechten ein Gebiet im Nordosten Afghanistans unter ihre Kontrolle gebracht und lan...

Kabul (APA/dpa/AFP) - Taliban-Kämpfer haben in heftigen Gefechten ein Gebiet im Nordosten Afghanistans unter ihre Kontrolle gebracht und landesweit mindestens 18 Polizisten getötet. „Die Sicherheitskräfte haben sich zurückgezogen, der Distrikt Yomgan ist in den Händen der Aufständischen“, sagte der Polizeichef der Provinz Badakhshan, Fazluddin Ayyar, am Mittwoch.

Der Angriff, der bereits am Vortag begonnen habe, sei aus mehreren Richtungen erfolgt und ungewöhnlich heftig gewesen, fügte Ayyar hinzu. Eine große Gruppe Aufständischer griff demnach mehrere Kontrollposten zeitgleich an. Dabei seien mindestens acht Polizisten und mehrere Taliban getötet worden. Die Polizei habe sich zurückziehen müssen und kämpfe nun in den umliegenden Bergen gegen die Rebellen.

In der südlichen Provinz Zabul fanden Dorfbewohner am Mittwoch die Leichen von acht enthaupteten Polizisten. Die Sicherheitsbeamten seien am Dienstag zuerst erschossen und dann geköpft worden nachdem sie bereits vor rund zwei Wochen entführt worden seien, hieß es.

Am 14. Juni findet in Afghanistan die zweite Runde der Präsidentschaftswahl statt. Die Taliban haben bereits angekündigt, sie mit Anschlägen stören zu wollen. Der voranschreitende Abzug der internationalen Kampftruppen aus Afghanistan stärkt nach Einschätzung von Experten die Taliban.