Neue Gefechte zwischen Armee und Rebellen im Norden Malis

Bamako (APA/AFP) - Im Nordosten Malis haben sich Armee und Tuareg-Rebellen erneut Gefechte geliefert. Die Kämpfe fanden am Mittwoch in der S...

Bamako (APA/AFP) - Im Nordosten Malis haben sich Armee und Tuareg-Rebellen erneut Gefechte geliefert. Die Kämpfe fanden am Mittwoch in der Stadt Kidal statt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus einer Quelle der UN-Friedenstruppe für Mali (Minusma) erfuhr. Auch Anrainer berichteten über Kampfhandlungen in Kidal.

In der Stadt hatte es bereits am Samstag heftige Gefechte zwischen der malischen Armee und Aufständischen gegeben. Acht Soldaten und 28 Rebellen wurden dabei getötet. Die Extremistengruppe Nationale Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) der Tuareg nahm 32 Verwaltungsangestellte als Geiseln. Die Regierung schickte daraufhin 1.500 Soldaten in die Rebellenhochburg. Am Montag kamen die Entführten am Montag wieder frei. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte am Dienstag die gewaltsamen Zusammenstöße und forderte ein Ende der Gewalt in der Region.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Frankreich griff im Jänner vergangenen Jahres militärisch ein, um ein Vorrücken islamistischer und Tuareg-Rebellen zu stoppen. Zusammen mit Soldaten aus anderen afrikanischen Staaten vertrieb die französische Armee die Rebellen aus den großen Städten des von ihnen kontrollierten Nordens. Die Sicherheitslage ist aber nach wie vor angespannt.

Die französische Armee verstärkte nach den jüngsten Unruhen ihre Präsenz in der Region. Etwa 30 Soldaten wurden am Dienstag nach Kidal entsandt. Etwa hundert Einsatzkräfte sollen zudem in die Stadt Gao geschickt werden, wie die Armee am Mittwoch ankündigte. Rund 1.000 französische Soldaten sind bereits in der Stadt stationiert.

Die Regierung in Paris hatte am Dienstag angekündigt, wegen der angespannten Lage die Neuverteilung der am Militäreinsatz „Serval“ in Mali beteiligten Kräfte hin zu einem breiter angelegten Einsatz in mehreren Staaten der Sahelzone „um einige Wochen“ zu verschieben.