Vucic: Keine Senkung von Gehältern und Pensionen wegen Hochwasser

Belgrad (APA) - Die katastrophalen Überschwemmungen in Serbien werden wohl unvermeidlich zu einer Korrektur früherer Regierungspläne für umf...

Belgrad (APA) - Die katastrophalen Überschwemmungen in Serbien werden wohl unvermeidlich zu einer Korrektur früherer Regierungspläne für umfassende Strukturreformen führen. Eine Senkung von Einkommen und Pensionen wegen der angerichteten Sachschäden wird es allerdings nicht geben. Dies versicherte am Mittwochnachmittag Ministerpräsident Aleksandar Vucic.

Den größten Schaden im Wert von etwa 200 Mio. Euro erlitt laut Vucic die Stromwirtschaft. In etwa zehn Tagen soll nach seinen Worten die Reparatur des beschädigten Straßennetzes beginnen, das einen größeren Schaden als die Eisenbahnstrecken erlitten hat. Die Reparatur der beschädigten Häuser soll in „etwa zwei bis drei Monaten“ durchgeführt werden, kündigte der Regierungschef laut der staatlichen Presseagentur Tanjug an.

Die internationale Finanzhilfe, welche Serbien nun erwarten kann, wird Vucic zufolge zur Deckung der Reparaturkosten zwischen 20 und 25 Prozent reichen. In die Staatskasse sind bis Mittwoch zu diesen Zwecken bereits etwa 18 Millionen Euro geflossen.

Vom Regierungschef wurden die ersten Schadensberechnungen der Kommunalbehörden heftig kritisiert. Es gebe Lokalverwaltungen, die glaubten, alle ihre Verluste nun decken zu können. „Diese Unfähigkeit werden wir nicht bezahlen“, versicherte der Regierungschef.