Nachfahren fürchten um künstlerischen Willen von Peggy Guggenheim

Paris (APA/dpa) - Der künstlerische Wille der 1979 gestorbenen Mäzenin Peggy Guggenheim steht seit Mittwoch im Zentrum eines Verfahrens vor ...

Paris (APA/dpa) - Der künstlerische Wille der 1979 gestorbenen Mäzenin Peggy Guggenheim steht seit Mittwoch im Zentrum eines Verfahrens vor einem Pariser Gericht. Aus Sicht von Nachfahren der aus einer reichen US-Industriellenfamilie stammenden Kunstsammlerin entspricht die Arbeit der Stiftung Solomon Guggenheim nicht den Wünschen Peggy Guggenheims.

Die von ihrem Onkel gegründete Stiftung verwaltet das umfangreiche Kunsterbe, das in einem Palast am Canal Grande in Venedig präsentiert wird. Aus Sicht eines ihrer Enkel wird die Sammlung der Kunstmäzenin mehr und mehr aus dem Palast gedrängt. Die Kläger werfen der zuständigen Stiftung unter anderem die Kommerzialisierung des Ortes vor. Die Stiftung erinnerte dagegen in einem Brief an die französische Zeitung „Le Monde“ daran, Peggy Guggenheim habe keine ausdrücklichen Ansichten festgelegt über die Präsentation der Werke im Palast. Das Gericht kündigte eine Entscheidung für den 2. Juli an.

Peggy Guggenheim (1898-1979) führte ein Leben zwischen New York, London, Paris und Venedig. Zu ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zählten Künstler wie Max Ernst, Man Ray oder Marcel Duchamp. Wichtige Werke der Klassischen Moderne sind Teil ihrer Sammlung, darunter Arbeiten von Picasso, Matisse, Kandinsky, Mondrian oder Ernst.