Museum zu 9/11-Anschlägen für Öffentlichkeit zugänglich

New York (APA/AFP) - Das in der vergangenen Woche in New York eröffnete Museum zu den Anschlägen vom 11. September 2001 ist seit Mittwoch au...

New York (APA/AFP) - Das in der vergangenen Woche in New York eröffnete Museum zu den Anschlägen vom 11. September 2001 ist seit Mittwoch auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. „Es war überwältigend“, sagte die 61-jährige Damaris Rodriguez nach ihrem Besuch. Ihre Tochter habe damals im World Trade Center ihr Büro gehabt und nur überlebt, weil sie am Tag der Terrorattacke später zur Arbeit gekommen sei.

Der 64-jährige Joseph McAuliffe aus Jersey City war ebenfalls ergriffen von der Ausstellung: „Ich habe einfach geweint.“

Das 9/11-Museum befindet sich an dem Ort, wo einst die mächtigen Zwillingstürme des World Trade Center standen. Der Bau besteht aus einem keilförmigen Eingangspavillon und unterirdischen Ausstellungsräumen. Tausende persönliche Gegenstände erzählen die Geschichten der Opfer, etwa verkohlte Kreditkarten und mit getrocknetem Blut überzogene Schuhe. Ton- und Videoaufnahmen rufen die Geschehnisse in Erinnerung. Zu sehen sind auch die Reste einer Treppe, über die sich hunderte Überlebende retten konnten.

US-Präsident Barack Obama hatte das Museum am vergangenen Donnerstag eingeweiht. Der Bau sei „ein heiliger Ort der Heilung und der Hoffnung“, sagte Obama bei der Zeremonie. Zunächst hatten die Angehörigen der Todesopfer, Überlebende sowie Rettungskräfte von 9/11 mehrere Tage lang die Möglichkeit, den Ort ungestört zu besuchen. Nun können sich alle Besucher für einen Eintrittspreis von 24 Dollar die Ausstellung ansehen.

Am 11. September 2001 hatten Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida zwei Passagiermaschinen entführt und in den Nord- und Südturm des World Trade Center gerammt. Außerdem flogen die Attentäter eine Maschine in das Pentagon in Washington, ein weiteres gekapertes Flugzeug stürzte im Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Bei den Anschlägen starben 2983 Menschen.