Sarkozy fordert Ausstieg aus Schengen-Vertrag

Paris (APA/AFP) - Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die sofortige Aussetzung des Schengen-Abkommens gefordert. Dieses m...

Paris (APA/AFP) - Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die sofortige Aussetzung des Schengen-Abkommens gefordert. Dieses müsse durch ein „Schengen II“ ersetzt werden, dem Staaten nur dann beitreten könnten, wenn sie sich zuvor auf eine gemeinsame Einwanderungspolitik festgelegt hätten, schrieb Sarkozy in einem Beitrag für das Magazin „Le Point“.

Die europäische Einwanderungspolitik sei gescheitert. „Wir haben Europa nicht gewollt, damit ein Sozial- und Einwanderungsdoping zum Nachteil Frankreichs organisiert wird“, schrieb der Ex-Staatschef.

Zugleich sprach sich Sarkozy für die Bildung eines gemeinsamen deutsch-französischen Wirtschaftsraums aus. Eine derartiger stabiler Wirtschaftsraum im Herzen der Euro-Zone würde es Frankreich erlauben, sich besser gegen die Konkurrenz aus Deutschland zu behaupten, Steuerliche und soziale Nachteile könnten so ausgeglichen werden. Dies würde „es uns erlauben, die Führungsrolle unter den 18 Ländern der Währungsunion zu übernehmen“, schrieb der französische Ex-Präsident.

In seinem Beitrag kurz vor der Wahl zum Europaparlament sprach sich Sarkozy zudem dafür aus, mindestens die Hälfte der Kompetenzen der EU wieder an die Regierungen der Mitgliedstaaten zurückzuverlagern.