Landespolitik

Acht Jahre Warten auf den Hochwasserschutz

Seit der Flut im Jahre 2005 lebten die Bewohner des Kirchbichler Ortsteils Bichlwang in Angst. Jetzt wird an einem Damm gebaut.

Von Michael Mader

Kirchbichl –Den 23. August 2005 werden viele Tiroler, aber auch viele Kirchbichler nicht so schnell vergessen: Tausende Gärten, Keller und Gebäude standen damals nach dem verheerenden Hochwasserereignis unter Wasser – etliche auch in der Unterländer Gemeinde. Relativ rasch wurden erste Maßnahmen ergriffen, um vor einem künftigen Hochwasser – so gut es geht – sicher zu sein. Lediglich die Bewohner des Ortsteils Bichl­wang blickten bis heute immer wieder mit Argusaugen auf den Pegelstand des nahegelegenen Inns.

Die dritte Ausbaustufe des Hochwasserprojekts „Unteres Bichlwang“ ließ nämlich auf sich warten: Jahrelang war man sich nämlich mit einem von zwei Landwirten nicht einig geworden, auf dessen Feld ein Schutzdamm errichtet werden sollte.

Betroffene Bewohner des Ortsteils hatten deshalb auch Kritik an Kirchbichls Bürgermeister Herbert Rieder geübt, und warfen ihm in dieser Sache sogar Untätigkeit vor. Der hatte sich massiv dagegen gewehrt und auf zahlreiche Gespräche mit dem Wasserbauamt, Landesregierungsmitgliedern und den Besitzern der Felder verwiesen. Doch jetzt sei ihm der Durchbruch gelungen und es heißt aufatmen. „Ich weiß, dass es ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung war. Aber gut Ding braucht Weile“, freut sich Kirchbichls Bürgermeister Herbert Rieder über eine vertragliche Vereinbarung mit zwei betroffenen Bauern.

Derzeit werden gerade umfangreiche Erdarbeiten zwischen Inn und Bahnstrecke durchgeführt. Rieder: „Der Damm verläuft in einer Wellenform und wird trotz Höhen zwischen 1,40 und 2 Metern so abgeflacht, dass er mit dem Traktor überfahren werden kann. Aber ich kann sagen, dass Bichlwang bereits jetzt hochwassersicher ist.“ In etwa 14 Tagen wird der Damm fertig gestellt und der Humus bzw. der ursprüngliche Mutterboden wieder aufgebracht sein. Auch die Kosten für den dritten Teil des Hochwasserschutzes trägt im Übrigen die Tiwag.

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