Raumfahrt

Hobby-Wissenschaftler dürfen NASA-Raumsonde anfunken

Seit 1978 schwebt die Raumsonde „ICE“ durch das Weltall, vor 20 Jahren wurde sie ausrangiert. Nun können Hobby-Funker Kontakt zu ihr aufnehmen.

Wshington – Die US-Raumfahrtbehörde NASA lässt Hobby-Wissenschafter eine vor fast 20 Jahren ausrangierte Raumsonde anfunken. Mit einem so noch nie zuvor ausgestellten Vertrag sei einer privaten Organisation erlaubt worden, die Sonde „Ice“, die immer noch im Weltraum ihre Bahnen zieht, zu kontaktieren und falls möglich die Kontrolle über sie zu übernehmen, teilte die Behörde am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Geld bekommen die Hobby-Wissenschafter dafür allerdings keines. „Ice“ (International Cometary Explorer) hieß ursprünglich einmal „ISEE-3“ (International Sun Earth Explorer 3). 1978 hatte die NASA die Sonde in den Weltraum gebracht, um zunächst das Erdmagnetfeld und dann Kometen zu erforschen. 1997 wurde sie abgeschaltet. „Ice“ sendet allerdings weiter Signale, nur: Die NASA-Ingenieure können sie nicht mehr entschlüsseln und die Sonde nicht mehr steuern.

Wenn „Ice“ diesen Sommer der Erde wieder so nahe kommt wie seit 30 Jahren nicht mehr, hofft die Behörde deshalb, dass die Hobby-Funker Kontakt zu der Sonde aufnehmen können. „Ice“ könnte dann in eine neue, nähere Umlaufbahn gelenkt werden. Falls die Kommunikation schiefläuft, würde die Sonde weiter ihre Bahnen um die Sonne ziehen. (APA/dpa)

Verwandte Themen