RBI in Russland mit 30 Prozent weniger Gewinn als vor einem Jahr

Wien (APA) - Trotz eines Rückgangs um 30 Prozent sorgte Russland im ersten Quartal 2014 bei der börsenotierten Wiener Raiffeisen Bank Intern...

Wien (APA) - Trotz eines Rückgangs um 30 Prozent sorgte Russland im ersten Quartal 2014 bei der börsenotierten Wiener Raiffeisen Bank International (RBI) mit einem Vorsteuergewinn von 139 Mio. Euro nach wie vor für den größten Ergebnisbeitrag. Der Nettogewinn im Segment Russland in der RBI-Konzernbilanz wird per März mit 109 (Vorjahresquartal: 156) Mio. Euro ausgewiesen.

Während voriges Jahr um die Zeit in Russland noch mehr Kreditvorsorgen aufgelöst werden konnten als neu gebildet werden mussten, wurden heuer bis März netto 27 Millionen für faule Kredite zurückgelegt, was laut Raiffeisen als moderates Niveau bewertet. Zudem gab es Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten in dem Land. Beim operativen Betriebsgewinn gab es einen leichten Zuwachs.

Ende März hatte Raiffeisen in Russland eine Bilanzsumme von 15,1 Mrd. Euro. Die aushaftenden Kundenkredite werden mit 9,6 Mrd. Euro beziffert, die Kundeneinlagen mit 9,8 Mrd. Euro angegeben. In dem wichtigen Markt hat Raiffeisen aktuell 196 Filialen, in denen 8.530 Menschen arbeiten, die rund 2,7 Millionen Kunden betreuen.

„In Russland lief das Geschäft relativ normal“, erklärte RBI-Vorstandschef Karl Sevelda am Donnerstag in einer Mitteilung zum Erstquartalsergebnis. Allerdings sei die wirtschaftliche Entwicklung schwächer gewesen als im vorigen Jahr, deshalb habe man bei der Kreditvergabe strengere Maßstäbe anlegen müssen. Sevelda hält eine signifikante Verschärfung der Sanktionen für unwahrscheinlich, da dies auch in der EU gravierende negative Folgen hätte. Russland wird nach RBI-Schätzung 2014 von einer leichten Rezession geplagt sein.

In Ungarn, seit Jahren Sorgenkind Raiffeisens, sind die Kreditwertberichtigungen im ersten Quartal um fast die Hälfte zurückgegangen. In dem Land belastete diesmal aber die Bankensteuer mehr, weil in Ungarn die gesamte Abgabe für das Jahr 2014 in Höhe von 39 Mio. Euro bereits im Jänner zur Gänze gebucht wurde. Im Vorjahr waren hier im ersten Quartal nur 10 Mio. Euro angefallen. Die Ungarn-Operation weist damit bis März unterm Strich einen Verlust von 33 Mio. Euro (Verlust im Vorjahresquartal: 20 Mio. Euro) aus.

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