Chinesisches Museum muss nach Enttarnung von Fälschungen schließen

Peking (APA/AFP) - Weil ein großer Teil seiner angeblich historischen Ausstellungsstücke gefälscht war, ist ein Museum in China geschlossen ...

Peking (APA/AFP) - Weil ein großer Teil seiner angeblich historischen Ausstellungsstücke gefälscht war, ist ein Museum in China geschlossen worden. Die Polizei schloss das Museum in Lucheng im Nordosten des Landes, nachdem sich fast ein Drittel der 8.000 gezeigten Objekte als Fälschungen entpuppt hatten, wie die staatliche Tageszeitung „Global Times“ am Donnerstag berichtete.

Unter den unechten Ausstellungsstücken war demnach etwa ein angeblich aus der Qing-Dynastie stammendes Schwert mit einem vermeintlichen Wert von umgerechnet 14 Millionen Euro. In China wurden im vergangenen Jahr laut Medienberichten allein 229 neue Museen eröffnet. Die Ausstellungsstücke sind jedoch nicht immer authentisch. Im vergangenen Jahr waren in einem Museum in der Provinz Henan zahlreiche gefälschte Objekte entdeckt worden, darunter eine angeblich antike Vase, die mit Comicfiguren bemalt war. „Derartige falsche Museen auf der Jagd nach dem schnellen Geld gibt es an vielen Orten“, sagte der Antikenexperte Ma Weidu seinerzeit dem chinesischen Nachrichtensender CRI.