Privatisierung der slowenischen Bank NKBM eingeleitet

Ljubljana (APA) - In Slowenien wurde das Privatisierungsverfahren für die zweitgrößte Bank im Land, die NKBM (Nova Kreditna Banka Maribor), ...

Ljubljana (APA) - In Slowenien wurde das Privatisierungsverfahren für die zweitgrößte Bank im Land, die NKBM (Nova Kreditna Banka Maribor), eingeleitet. Der Staatsfonds SOD hat am Donnerstag einen Aufruf zur Interessenbekundung veröffentlicht. Zum Verkauf stehen 100 Prozent der Anteile an der staatlichen Bank.

Potenzielle Käufer können ihr Interesse bei der US-Investmentbank Lazard Freres bekunden, die das zweistufige Verkaufsverfahren leitet. Unverbindliche Angebote werden bis 3. Juli gesammelt, geht aus der Veröffentlichung auf der Internetseite von SOD hervor.

Die NKBM gehört zu 100 Prozent dem slowenischen Staat, nachdem sie Ende 2013 im Rahmen der Sanierung des Bankensektors eine Kapitalspritze von 870 Mio. Euro erhalten hat. Die Bank steht auf der Prioritätenliste mit insgesamt 15 Staatsunternehmen, die die slowenische Mitte-Links-Regierung zur Privatisierung freigegeben hat. Die scheidende Regierung möchte die Bank noch heuer verkaufen.

?Die NKBM ist die Kernbank der zweitgrößten slowenischen Bankengruppe, zu der auch die in Wien ansässige Adria Bank AG gehört. Die kleine österreichische Tochterbank, die seit März unter staatlicher Kuratel steht, soll laut früheren Medienberichten von ihren slowenischen Eigentümern, der NKBM und der NLB, demnächst eine Kapitalspritze von 14 Mio. Euro erhalten.

Gemessen an der Bilanzsumme hat die NKBM einen Marktanteil von knapp 10 Prozent. Nach dem Rekordverlust im Jahr 2013 kehrte die Bank zu Jahresanfang 2014 wieder in die Gewinnzone zurück. Im ersten Quartal verzeichnete die Kernbank einen Nettogewinn von 8,9 Mio. Euro, das Quartalsresultat der Bankengruppe wurde noch nicht bekanntgegeben. Im Vorjahr hatte Kernbank einen Verlust von 658,3 Mio. Euro eingefahren, das Minus der Bankengruppe lag bei 648,4 Mio. Euro.