Standort Tirol

Internet brachte Bauern Boom bei Nächtigungen

Tulfes – Araber, Inder, Urlauber aus Uruguay oder die 15-köpfige Damengruppe aus München, die auf dem Bauernhof den Polterabend feiert: Das ...

Tulfes –Araber, Inder, Urlauber aus Uruguay oder die 15-köpfige Damengruppe aus München, die auf dem Bauernhof den Polterabend feiert: Das sind nur Ausschnitte des bunten Gästemix aus 54 Nationen, den die Plattform Urlaub am Bauernhof zuletzt angezogen hat. Im Vorjahr wurden 780.000 Nächtigungen registriert. Die 345 Mitgliedsbetriebe setzen voll auf das Internet als Buchungsinstrument, und das mit Erfolg. „Man ist nicht mehr nur von einem Markt abhängig“, so Urlaub-am-Bauernhof-Geschäftsführer Klaus Loukota. Knapp acht Prozent des Umsatzes von insgesamt 20 Mio. Euro werden über Online-Buchungen lukriert, heuer wolle man die Zehn-Prozent-Marke knacken, sagt er. Mit 125 Vollbelegungstagen liegen die bäuerlichen Beherbergungsbetriebe nur knapp hinter dem Tirol-Durchschnitt mit 132 Tagen. LH-Stellvertreter Josef Geisler hebt vor allem die große wirtschaftliche Bedeutung der Zimmervermietung als zweites Standbein für die Bauern hervor: „Urlaub am Bauernhof ist eine Erfolgsgeschichte.“ Laut Tirol-Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter ist es auch der gesellschaftliche Wandel, der Urlaub am Bauernhof boomen lässt: „Die Gäste haben Sehnsucht nach Naturnähe und wollen sich bewusst Zeit nehmen, um zu sich zu kommen.“ Nicht nur Kinder würden es lieben, den Bauern über die Schulter zu schauen. Es seien vor allem Städter aller Altersgruppen, die auf Bauernhöfen Erholung suchen, „um sich abzukoppeln von der industrialisierten, digitalisierten Alltagswelt.“ (bea)

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