Europas Leitbörsen zu Mittag wenig verändert

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Mittagshandel wenig verändert tendiert. Gute Vorgaben von der...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Mittagshandel wenig verändert tendiert. Gute Vorgaben von der Wall Street und aus Asien hatten zwar für einen stabilen Auftakt gesorgt, nach schwächeren Stimmungsdaten aus der Eurozone wurden jedoch einige Gewinne gesichert.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor leicht um 0,21 Prozent auf 3.180,28 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.25 Uhr mit 9.702,11 Punkten und einem kleinen Plus von 0,04 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verbesserte sich ebenfalls zaghaft um 0,03 Prozent und steht nun bei 6.823,00 Stellen.

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Mai leicht eingetrübt. Vor allem Frankreich enttäuschte: Sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern fielen die Einkaufsmanagerindizes unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Damit befinden sie sich auf Schrumpfungskurs.

Mit Blick auf einzelne Aktien waren Alstom erneut gefragt und stiegen um zwei Prozent. Im Übernahmepoker um den Industriekonzern könnten laut Kreisen noch andere Bieter als General Electric und Siemens ins Spiel kommen. Im Umfeld des französischen Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hieß es, der Ausgang der Übernahmeverhandlungen sei weiter vollkommen offen. Die Regierung lasse sich nicht durch Fristen von Unternehmensseite unter Druck setzen. Dabei wurde auf das jüngst gestärkte Vetorecht der französischen Behörden verwiesen, das für ausländische Investitionen in strategisch wichtige Wirtschaftsbereiche gilt.

Aktien des Mischkonzerns Vivendi lagen leicht im Plus, nachdem der Videospiele-Entwickler Activision Blizzard angekündigt hatte, die Franzosen wollten die Hälfte ihres verbleibenden Anteils verkaufen. Die Papiere stiegen um 0,26 Prozent. Die 41,5 Millionen Aktien haben Schätzungen zufolge einen Wert von 866 Millionen Dollar.

Anteile des britischen Logistikers Royal Mail fielen nach enttäuschenden Geschäftszahlen um satte 6,75 Prozent. Papiere von GDF Suez verteuerten sich um 1,33Prozent. Analysten von Morgan Stanley hatten die Aktie des Strom- und Gaskonzerns auf „Overweight“ angehoben.

Die Deutsche Bank sieht sich angesichts schärferer Regeln der Aufseher zum Sparen gezwungen. „Um unsere Strategie verstärkt voranzutreiben, werden wir ein Maßnahmenpaket umsetzen, mit dem wir auf den neuen Kostendruck in unserem Umfeld reagieren“, sagte Co-Chef Jürgen Fitschen. Die Titel legten um 0,41 Prozent zu.

Deutsche Stahlwerte haben am Donnerstag von positiven Analystenkommentaren teils deutlich profitiert. Insbesondere die im MDax gelisteten Branchentitel legten deutlich zu: Klöckner & Co (KlöCo) gewannen 3,63 Prozent und Salzgitter stiegen um 2,16 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA304 2014-05-22/12:35