Josko 2013 mit 3 Prozent Umsatzrückgang auf 129,5 Mio. Euro

Kopfing (APA) - Der oö. Fenster- und Türenhersteller Josko mit Zentrale in Kopfing (Bezirk Schärding) hat 2013 einen Umsatzrückgang von 3 Pr...

Kopfing (APA) - Der oö. Fenster- und Türenhersteller Josko mit Zentrale in Kopfing (Bezirk Schärding) hat 2013 einen Umsatzrückgang von 3 Prozent auf 129,5 (2012: 132) Mio. Euro verbucht. Heuer sieht es besser aus: Von Jänner bis Mai lagen die Erlöse 10 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des durch einen langen Winter geprägten Vorjahres. Insgesamt wird 2014 ein Plus von 5 Prozent auf 135 Mio. Euro angepeilt.

Josko sei 2013 witterungsbedingt mit Rückstand gestartet, erklärte Geschäftsführer Werner Angelmayr, der seit einem Jahr an Bord ist, in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Pasching bei Linz. „Die Sanierung ist massiv eingebrochen.“ Die Nachfrage am heimischen Fenstermarkt sei mengenmäßig um 7,7 Prozent, wertmäßig um knapp 3 Prozent geschrumpft. Parallel zum Absatz ist auch der Mitarbeiterstand von 850 auf 820 gesunken. Allerdings: „Wir bekommen zu wenige Lehrlinge, wir suchen noch 10“, so CEO Christa Wagner.

Im Holz-Alu-Bereich ist Josko nach Eigenangaben Marktführer, bei Kunststofffenstern und bei Haustüren Nummer 2, bei Innentüren Dritter. Den größten Anteil am Unsatz haben Fenster und Ganzglas-Systeme (75 Prozent), gefolgt von Haus- und Innentüren (11 bzw. 9 Prozent). Beim Zubehör (5 Prozent) ist vor allem der Sonnenschutz immer häufiger gefragt, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Johann Scheuringer. Hier ist das Unternehmen an einem Partner minderheitsbeteiligt.

Bei den Kunden komme vor allem die Möglichkeit gut an, dass die Fensterfamilien werkstoffunabhängig gemischt werden können, also - egal aus welchem Material - außen gleich aussehen, erklärte Scheuringer. Das neueste Produkt am Markt ist eine selbstöffnende Haustüre, außen in Glasoptik und ohne Schnalle, innen auf Wunsch auch aus Holz.

Der Export stieg zuletzt kontinuierlich von 13 Prozent 2012 auf 15 Prozent im Vorjahr. Heuer soll er 17 Prozent betragen. Der größte ausländische Absatzmarkt ist Deutschland (80 Prozent), gefolgt von Tschechien, Ungarn und der Slowakei, die sich alle drei gut entwickeln würden, so die Geschäftsführer. Stolz sind sie auf das erste mit Josko-Produkten ausgestattete Haus in Japan.

Das Vertriebspartnernetz wurde zuletzt nach Irland und Großbritannien, nach Luxemburg, in die Schweiz und nach Russland ausgeweitet. „Österreich ist bis auf wenige weiße Flecken komplett besetzt“, sagte Angelmayr. In Deutschland will man sich weiter „entlang der A3“ entwickeln. Es müsse aber alles noch logistisch bewältigbar sein. „Wir haben nicht vor ins Ausland zu gehen“, betonte Wagner.