EU-Kommission beklagt Info-Lücken für bessere Hochschulbildung

Brüssel (APA) - EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou beklagt Informationslücken bei der Weiterentwicklung der Hochschulbildung in zahl...

Brüssel (APA) - EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou beklagt Informationslücken bei der Weiterentwicklung der Hochschulbildung in zahlreichen europäischen Ländern. Zu wenige Staaten nützten gesammelte Informationen der Universitäten, um ihre Hochschulen und die Möglichkeiten für Studierende zu verbessern. Vassiliou forderte am Donnerstag, mehr zu tun, um bestehende Schwächen zu beheben.

So solle eine größere Vielfalt unter den Studierenden gefördert werden. Die Hochschulen müssten mehr benachteiligte Studierende vor allem aus einkommensschwachen Schichten sowie mit Migrationshintergrund für ein Studium gewinnen. Geeignete Daten würden dabei helfen, für eine größere Vielfalt zu sorgen und gleichzeitig auch korrigierend eingreifen zu können.

Nur sehr wenige Länder - Belgien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Litauen und Malta - hätten Ziele festgelegt, um den Zugang zur Hochschulbildung für unterrepräsentierte Gruppen zu verbessern. In rund der Hälfte der EU-Staaten gebe es „Brückenprogramm“ für Studienanfänger, unter ihnen auch Österreich. Andererseits würden zahlreiche Länder keine systematische Berechnung der Abschluss- bzw. Abbruchquoten vornehmen.