Unternehmen

Stimmung in Chinas Unternehmen verbessert

Der Schuldenstand der Chinesischen Unternehmen entspricht 169 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung.
© Troger Beate

Die Verbesserung stütze sich auf neue Bestellungen und auch Aufträge für Exporte.

Peking - In China geht es wieder aufwärts. Ein wichtiger Frühindikator deutet an, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft die Talsohle durchschritten hat. Experten rechnen nicht mehr mit einer Lockerung der Geldpolitik. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC für das herstellende Gewerbe stieg im Mai gegenüber dem Vormonat von 48,1 Punkten auf 49,7 Zähler, teilte das Finanzhaus mit.

Damit erreichte dieser Frühindikator für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde den höchsten Stand seit fünf Monaten. Die Verbesserung stütze sich auf neue Bestellungen und auch Aufträge für Exporte, berichtete Ökonom Hongbin Qu. Allerdings zeige sich der Aufschwung noch nicht bei der Beschäftigung. Der Index liegt zudem weiter unter der kritischen Marke von 50 Punkten, unter der von schrumpfender Industrietätigkeit auszugehen ist.

Auch angesichts einer Abkühlung des Immobilienmarktes sah HSBC-Ökonom Qu deswegen weiter Gefahren für die Konjunktur. Eine Lockerung der Geldpolitik sei notwendig, um in den nächsten Monaten den Boden unter dem Wachstum auszubauen, meinte der Experte.

Angesichts der Erholung rechnet die Royal Bank of Scotland damit, dass China in diesem Jahr doch wieder 7,7 Prozent Wachstum wie jeweils in den vergangenen zwei Jahren erreichen kann. Experte Louis Kuijs erwartet angesichts der relativ guten Liquidität im Markt aber nicht, dass der Geldhahn weiter aufgedreht wird.

Die Lage werde in Peking als nicht sonderlich schlecht eingestuft. Auch wolle die Zentralbank nicht etwa über eine Reduzierung der Mindestanforderungen für das Kapital der Banken das Signal geben, dass die Regierung über mangelndes Wachstum besorgt sei. (APA/dpa)

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