Mehr Yamm: Wiens Wiege-Vegetarier expandiert

Wien (APA) - Vegetarisch Essen liegt im Trend - und das nutzt nun auch der Design-Vegetarier „Yamm“. Das Restaurant am Universitätsring, in ...

Wien (APA) - Vegetarisch Essen liegt im Trend - und das nutzt nun auch der Design-Vegetarier „Yamm“. Das Restaurant am Universitätsring, in dem Speisen großteils nach Gewicht abgerechnet werden, expandiert. Geplant ist unter anderem ein weiteres Lokal in der City sowie ein Shop am Naschmarkt, wie Geschäftsführer Markus Teufel am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten berichtete.

Vor drei Jahren wurde die 750 Quadratmeter große Dependance gegenüber der Universität eröffnet, in der Haubenkoch Walter Schulz für die Küchenlinie verantwortlich zeichnet. Herzstück des modern gestalteten Restaurants ist die sogenannte Buffetinsel. Dort werden vegetarische sowie vegane Vorspeisen, Salate und Hauptgerichte feilgeboten - die vor dem Bezahlen gewogen werden. Getränke werden beim Servicepersonal geordert.

„Wir waren jetzt drei Jahre lang ein Versuchslabor und haben uns schließlich für ein Mischsystem zwischen Selbstbedienung und Bedienung entschieden“, erzählte Teufel. Nun, da das Konzept ausgearbeitet wurde, folgen die nächsten Schritte: „Wir werden ein weiteres Lokal eröffnen.“ Über mögliche Standorte wird laut Teufel derzeit noch verhandelt, wobei es dem Vernehmen nach derzeit drei Kandidaten in der Innenstadt gibt.

Zudem ist geplant, Ende des Jahres einen Yamm-Stand am Naschmarkt zu eröffnen. In dem Geschäft soll eine Auswahl an Take-Away-Spezialitäten angeboten werden. Um ein „echtes“ Lokal wird es sich bei der Marktniederlassung mangels Gastro-Lizenz jedoch nicht handeln. Schließlich kooperiert Yamm auch mit Veganz, einer Vegan-Supermarktkette aus Deutschland, die demnächst eine Filiale in Wien-Wieden aufsperrt. Dort sollen Kreationen aus der Yamm-Küche Teil des Sortiments werden.

Die Kosten für die Expansionspläne bezifferte Teufel heute mit rund 2,2 Mio. Euro. Wobei er auch schon weiter denkt, etwa an eine Expansion in andere Bundesländern bzw. nach Deutschland - was laut dem Unternehmenschef etwa mit Franchise-Partnern erfolgen könnte.