New Yorker Finanzbehörde schickt Überwacher zur Credit Suisse

Bern/Zürich (APA/sda) - Die USA lassen die Credit Suisse (CS) nach der Milliardenstrafe nicht in Ruhe. Die Finanzbehörde des US-Bundesstaate...

Bern/Zürich (APA/sda) - Die USA lassen die Credit Suisse (CS) nach der Milliardenstrafe nicht in Ruhe. Die Finanzbehörde des US-Bundesstaates New York ordnete an, dass ein unabhängiger Aufseher die Verfehlungen der Großbank durchleuchten solle.

Dies geht aus einer Meldung der Finanzbehörde von Montag hervor, die der Nachrichtenagentur sda vorliegt. Die Schweizer Zeitungen „Tages-Anzeiger“ und „Der Bund“ berichteten am Donnerstag darüber.

Der Aufseher hat dabei - neben der CS-Niederlassung in New York - auch Zugang zu den Schweizer Büros der Bank und anderswo, wie aus der Anordnung hervorgeht. „Die Credit Suisse und ihre Führung müssen vollständig mit dem Aufseher kooperieren“, heißt es im von der CS mitunterzeichneten Dokument. Dabei müsse die Bank alle relevanten Unterlagen liefern und der Überwacher müsse Zugang zu allen Beteiligten erhalten.

Der Überwacher werde von der New Yorker Finanzbehörde ernannt, an welche er auch berichte. Bei der Untersuchung über die Verfehlungen der Großbank solle er „aggressiv“, aber „fair“ vorgehen, heißt es weiter.

Ziel der Untersuchung sei es, weitere mögliche Defizite der Bank, die zum Fehlverhalten beitrugen, zu thematisieren. Je nach Schlussfolgerungen könne der Aufseher weitere Maßnahmen festlegen.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma nimmt die Untersuchung gelassen. Beim Einsatz eines Aufsehers handle es sich um „eine Standardmaßnahme, auf die von den US-Behörden regelmäßig zurückgegriffen wird“, sagte Finma-Sprecher Tobias Lux auf Anfrage. Die Finma sei in die Angelegenheit nicht involviert.

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