Hochwasser - Kroatien hilft Bosnien und Serbien

Zagreb (APA) - Die kroatische Regierung hat am Donnerstag finanzielle Hilfe für die Nachbarländer Bosnien-Herzegowina und Serbien von jeweil...

Zagreb (APA) - Die kroatische Regierung hat am Donnerstag finanzielle Hilfe für die Nachbarländer Bosnien-Herzegowina und Serbien von jeweils 100.000 Euro beschlossen. Kroatien, das bereits am Wochenende Hilfsmannschaften und Hilfsgüter in die Nachbarländer geschickt hat, kämpft in Slawonien im Osten des Landes selbst mit den Folgen der Überschwemmungen.

Laut des kroatischem Roten Kreuz sind bisher 17,6 Millionen Kuna (2,3 Mio. Euro) an Spenden für Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien zusammengekommen. Parlamentsabgeordnete haben am Donnerstag auf einen Teil ihres Gehalts zugunsten der Hochwasserhilfe verzichtet.

Da der Wasserstand der Save langsam fällt, wurde der Katastrophenzustand in der Stadt Slavonski Brod aufgehoben. Die Bewohner können in ihre Häuser zurückkehren. Zahlreiche Ortschaften wie Rajevo Selo und Gunja stehen jedoch noch immer unter Wasser, in anderen Dörfern sind nach wie vor Abwehrmaßnahmen im Gange. Laut offiziellen Angaben mussten in Slawonien insgesamt 11.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Das Gesundheitsministerium rief inzwischen eine Warnung vor Epidemien aus. Derzeit laufen in den zugänglichen Gebieten Aufräumarbeiten, fast acht Tonnen Tierkadaver wurden bisher geborgen und sollen entsorgt werden.

Der Schaden für die Landwirtschaft macht laut Bauministerin Anka Mrak Taritas etwa 100 Mio. Kuna (13,13 Mio. Euro) aus. An Wohnobjekten in den überfluteten Gebieten dürfte ein Schaden von bis zu 400 Mio. Kuna entstanden sein, berichtete der kroatische Rundfunk HRT. Laut Taritas müssen mehr als 3.000 Wohnobjekte renoviert werden.