Präsidentenwahl im Libanon zum fünften Mal gescheitert

Beirut (APA/dpa) - Auch im fünften Anlauf ist das Parlament im Libanon an der Wahl eines neuen Staatspräsidenten gescheitert. Für eine recht...

Beirut (APA/dpa) - Auch im fünften Anlauf ist das Parlament im Libanon an der Wahl eines neuen Staatspräsidenten gescheitert. Für eine rechtmäßige Abstimmung seien am Donnerstag nicht genügend Abgeordnete anwesend gewesen, teilte Parlamentspräsident Nabih Berri mit. Der von der schiitischen Hisbollah angeführte Block hatte die Abstimmung boykottiert.

Im Libanon kann nur ein maronitischer Christ Präsident werden. Der Hisbollah-Block und das rivalisierende Lager „14. März“ konnten sich bisher nicht auf einen Kandidaten einigen. Die Lage im Land ist wegen des syrischen Bürgerkrieges ohnehin extrem angespannt. Die Amtszeit von Präsident Michel Suleiman endet am Sonntag. Berri teilte mit, die Wahlsitzung des Parlaments werde bis dahin fortgesetzt.

Die Hisbollah-Miliz kämpft auf der Seite des Regimes von Präsident Bashar al-Assad im syrischen Bürgerkrieg. Die meisten libanesischen Sunniten sympathisieren mit den Regimegegnern. Suleiman hatte in den vergangenen Monaten dazu beigetragen, diesen Konflikt zu entschärfen.