RWA mit kleinem Umsatz- und Gewinnminus 2013

Wien (APA) - Die Raiffeisen Ware Austria (RWA) hat im vergangen Jahr aufgrund niedriger Energiepreise und dem Wegfall der Vollkonsolidierung...

Wien (APA) - Die Raiffeisen Ware Austria (RWA) hat im vergangen Jahr aufgrund niedriger Energiepreise und dem Wegfall der Vollkonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria etwas weniger erlöst. Der Umsatz ging 2013 im Vergleich zum Jahr davor um 1,5 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro zurück. Die Erlöse der Lagerhaus-Genossenschaften verringerten sich um 7 Prozent auf 4,66 Mrd. Euro.

„2013 war ein herausforderndes Jahr“, sagte RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. „Die schlechten Witterungsbedingungen zu Beginn des vergangenen Jahres wirkten sich ungünstig auf die Nachfrage in den Geschäftssegmenten Bau & Garten sowie Baustoffe aus.“ Dennoch erhöhten sich die Umsätze im Geschäftsbereich Agrar - unter anderem wegen der positiven Geschäftsentwicklung bei den CEE-Beteiligungen - um 10,2 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Die RWA kauft, lagert und vermarktet agrarische Erzeugnisse und handelt mit Betriebsmitteln für Bauern.

Im Bereich Energie verringerten sich die Erlöse wegen niedriger Energiepreise um 10,4 Prozent auf 1 Mrd. Euro. Im Geschäftsfeld Bau & Garten beliefen sich die Umsätze auf 202,1 Mio. (+5,4 Prozent) und Baustoffe auf 30,7 Mio. Euro (+9,0 Prozent). Mit Technik - Landmaschinen, Ersatzteile, Werkstätten - machte die RWA mit 93,1 Mio. Euro um 6,3 Prozent mehr Umsatz.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) des RWA-Konzerns verringerte sich 2013 um 3,2 Prozent auf 34,5 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern ging um 4,8 Prozent auf 29,9 Mio. Euro zurück.

Die Österreichischen Lagerhäuser - 86 Lagerhausgenossenschaften mit 1.046 Standorten und rund 12.000 Mitarbeitern - erzielten 2013 einen Umsatz von 4,657 Mrd. Euro (-7 Prozent). Nach Geschäftsbereichen gab es folgende Umsatzentwicklung: Agrarhandel 1,26 Mrd. Euro (-1,5 Prozent), Technik (inkl. Dienstleistungen) 705 Mio. Euro (-0,5 Prozent), Baustoffe 701 Mio. Euro (-4,1 Prozent), Bau- und Gartenmärkte 569 Mio. Euro (+3,1 Prozent) und Energie 1,424 Mrd. Euro (-18,1 Prozent).

Der milde Winter 2013/14 sollte dem Bau/Garten-Segment heuer wieder Rückenwind geben, erwartet der RWA-Generaldirektor. Für eine Ernteprognose sei es derzeit aber noch zu früh. Der Starkregen vergangen Woche könnte für Getreidekulturen im nördlichen Niederösterreich bereits zu spät gekommen sein. Im Laufe des Jahres will die RWA auch eine Niederlassung in Rumänien eröffnen. In Osteuropas setze man auf „risikobewusstes und kontrolliertes Wachstum“, betonte Wolf. Das Umsatzplus der RWA in Osteuropa würde die Strategie bestätigen.

Die RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft gehört zu 50 Prozent der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung, zu 46,53 Prozent der deutschen BayWa Aktiengesellschaft, Unser Lagerhaus Warenhandels-Gesellschaft hält 2,47 Prozent und BayWa Vorarlberg HandelsGmbH (1 Prozent).

~ WEB http://www.rwa.at ~ APA411 2014-05-22/14:07