Justiz und Kriminalität

1,2 Kilogramm Heroin bestellt

Ein heroinsüchtiger Tiroler ließ sich von einem deutschen Rentner harte Drogen liefern.

Innsbruck –Trotz Heroinsucht hatte ein Unterländer relativ lange ein geordnetes Leben geführt – bis die Droge irgendwann die Berufskarriere des unauffälligen Mannes endgültig beendet hatte. Fortan musste ein Grammpreis von hundert Euro irgendwie finanziert werden. Klassischerweise wurde der 26-Jährige selbst zum Dealer. Über deutsche Kontakte ließ er sich darauf ab 2012 nicht weniger als 1,2 Kilogramm Heroin sowie kleinere Mengen Kokain liefern. Sagenhafte 700 Gramm Heroin hatte der Mann davon selbst verkonsumiert. Verteidiger Markus Abwerzger gestern am Landesgericht: „Mein Mandant hat die Droge eingezogen wie ein Staubsauger. Seine Verhaftung war direkt eine lebensrettende Maßnahme!“

Beliefert hatte ihn zuletzt ein 68-jähriger Rentner aus Köln, der sich mit 3000 Euro pro Fahrt die Pension aufbessern wollte. Nach kaltem Entzug zeigte sich der Unterländer gestern vor Richter Josef Geisler voll geständig, was bei einem Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Haft voll honoriert wurde. Der Rentner tischte hingegen auf, dass er den Unterschied zwischen Heroin und Cannabis nicht kenne.

So ergingen über den Unterländer milde dreieinhalb, über den Lieferanten jedoch ebenso drei Jahre Haft. (fell)

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