Studie: Jugendliche Intensivtäter bleiben nicht kriminell

Düsseldorf (APA/dpa) - Das Vorurteil „Einmal Verbrecher - immer Verbrecher“ trifft einer deutschen Langzeitstudie zufolge auf jugendliche In...

Düsseldorf (APA/dpa) - Das Vorurteil „Einmal Verbrecher - immer Verbrecher“ trifft einer deutschen Langzeitstudie zufolge auf jugendliche Intensivtäter nicht zu. Auch Schüler, die mehrfach durch Straftaten aufgefallen sind, finden an der Schwelle zum Erwachsenwerden meist den Weg in die Normalität.

Die Resultate widerlegten gängige Vorurteile, sagte der Münsteraner Kriminologe Klaus Boers am Donnerstag in Düsseldorf. Dazu gehöre auch die Erkenntnis, dass Migranten nicht häufiger an Gewaltdelikten beteiligt seien als einheimische Jugendliche. Seit 2002 sind über 3.400 Duisburger - zu Beginn etwa 13 Jahre alt - für die Studie regelmäßig befragt worden. Nach Angaben der Wissenschafter ist sie repräsentativ für deutsche Großstädte.