Bundesheer unternimmt weitere Einsparungsmaßnahme bei Fahrzeugen

Wien (APA) - Das Bundesheer unternimmt im Bereich der Fahrzeuge eine weitere Einsparungsmaßnahme. Per Anordnung der Streitkräfte vom 19. Mai...

Wien (APA) - Das Bundesheer unternimmt im Bereich der Fahrzeuge eine weitere Einsparungsmaßnahme. Per Anordnung der Streitkräfte vom 19. Mai sollen nur noch Fahrten der sogenannten Priorität eins und zwei durchgeführt werden. In einem Monat will man die Maßnahme evaluieren, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber der APA. Die FPÖ übte an der Vorgangsweise in einer Aussendung Kritik.

Die Anordnung wurde aufgrund der budgetären Situation des Heeres erteilt und betrifft die drei Fahrzeugtypen Pinzgauer, Puch G und den Lastwagen Steyr 12M18. Sie dürfen nur noch für Fahrten der Priorität eins und zwei (von fünf) verwendet werden. Diese umfassen etwa alle Inlandseinsätze wie den Katastrophenschutz, alle Auslandseinsätze und Vorbereitungen für Auslandseinsätze sowie die Laufbahnkurse für Berufssoldaten. Durchgeführt werden auch unbedingt notwendige Fahrten wie Krankentransporte.

Nach einem Monat wird geprüft, ob das Einsparungspotenzial erreicht wurde oder ob die Anordnung um ein Monat verlängert wird. Wie viel sich das Verteidigungsressort von der Maßnahme erhofft, wurde nicht bekannt gegeben. Der Grundwehrdienst soll von Einschränkungen nicht betroffen sein, dazu gebe es die „klare Vorgabe“ von Minister Gerald Klug (SPÖ), betonte der Sprecher. Bei den betroffenen Fahrzeugen handle es sich um jene älteren Baujahres mit hohen Reparaturkosten, die ohnehin ausgeschieden werden sollen.

Die Freiheitlichen sahen dies ganz anders und zeigten sich darüber empört, dass SPÖ und ÖVP die Ausbildung im Grundwehrdienst „völlig ramponieren“. Laut dem Abgeordneten Christian Hafenecker finden sich in der Ausrüstung der Grundwehrdiener auch keine Zelte mehr. Diesen Vorwurf kommentierte Klugs Büro nicht. Hafenecker kündigte parlamentarische Schritte gegen die Vorhaben der Bundesregierung an.