Langjähriger APA- und ORF-Korrespondent Mosche Meisels verstorben

Tel Aviv/Wien (APA) - Für Generationen österreichischer Radiohörer war er die „Stimme aus Israel“, die sachkundig über den Nahost-Konflikt b...

Tel Aviv/Wien (APA) - Für Generationen österreichischer Radiohörer war er die „Stimme aus Israel“, die sachkundig über den Nahost-Konflikt berichtete. Nun ist der langjährige Israel-Korrespondent von ORF und APA, Mosche Meisels, verstorben. Wie Österreichs Botschafter in Tel Aviv, Franz Kuglitsch, über Twitter mitteilte, starb Meisels am gestrigen Mittwoch. APA-Informationen zufolge wurde er am Donnerstag beigesetzt.

Im Jahr 1919 in Wien geboren, wanderte Meisels nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina aus. Nach dem Studium der Geschichte und der Philosophie in Jerusalem diente er fünf Jahre in der britischen Armee in Ägypten.

Nach der Staatsgründung Israels arbeitete er bis 1984 als Journalist und Redakteur bei der israelischen Tageszeitung Maariv. Von 1961 bis 1995 war Meisels Korrespondent des ORF in Israel, von 1972 bis 2001 arbeitete er in dieser Funktion auch für die APA.

Österreich ehrte Meisels mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik (1970) und dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse (2002). Meisels habe „trotz alldem, was ihm in seiner Heimat Österreich angetan wurde, nie die Wurzeln seiner Identität vergessen“, sagte der damalige Kultur-Staatssekretär Franz Morak (ÖVP) bei der Übergabe der Auszeichnung in Herzliya. Meisels, der mehrere Verwandte im Holocaust verlor, betonte, dass die Schrecken der Nazi-Diktatur „nie vergessen werden“ dürfen.

(Alternative Schreibweise Moshe)

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