Kooperation von Magna und TU Graz geht in die Verlängerung

Graz (APA) - An der TU Graz hat der Automobilzulieferer Magna seit 2004 mehr als 23 Mio. Euro ins „Frank Stronach Institute“ (FSI) investier...

Graz (APA) - An der TU Graz hat der Automobilzulieferer Magna seit 2004 mehr als 23 Mio. Euro ins „Frank Stronach Institute“ (FSI) investiert. Aus der Partnerschaft im Bereich Fahrzeugtechnologie sind seither an die 900 Publikationen und acht gemeinsame Patente hervorgegangen. Die Kooperation wird um weitere fünf Jahre verlängert, hieß es am Donnerstag im Pressegespräch in Graz.

Es sei eine „beispielhafte Erfolgsgeschichte, die österreichweit einzigartig ist“, resümierte TU-Rektor Harald Kainz die intensive Kooperation mit dem Automobil-Zulieferkonzern. Vor zehn Jahren hat der damalige Magna-Chef Frank Stronach an der TU einen Vertrag über die Einrichtung eines nach ihm benannten Instituts an der Fakultät für Maschinenbau unterzeichnet. Dieser umfasste auch eine kräftige Finanzhilfe des austro-kanadischen Wirtschaftsmagnaten.

Mit mehr als 23 Mio. Euro wurden seither am FSI insgesamt vier Lehrstühle für Fahrzeugtechnik, Fahrzeugsicherheit, Werkzeugtechnik für spanlose Produktion sowie Production Science and Management eingerichtet, von denen drei von Magna finanziert wurden. Untergebracht ist das Institut in die Fakultät für Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften und da in einem neuen Gebäude, das von der Bundesimmobiliengesellschaft errichtet und durch Magna angemietet wird. Weiters wird das gemeinsam gestaltete, englischsprachige Masterprogramm „Production Science and Management“ angeboten.

Das alles habe „essenziell zur Profilierung unseres Forschungsschwerpunktes ‚Mobility & Production‘ beigetragen“, so Kainz. „Durch die Kombination einer profunden technischen Ausbildung mit breiten Managementkenntnissen bringt das FSI eine große Anzahl an exzellent ausgebildeten Absolventen mit Praxiswissen hervor“, betonte Karl-Friedrich Stracke von Magna Steyr Fahrzeugtechnik & Engineering. Neben den über 900 wissenschaftlichen Arbeiten und acht gemeinsamen Patenten hätten 200 Studierende das Masterprogramm - dort halten u.a. Siegfried Wolf, Claus Raidl und Helmut List Gastvorträge - absolviert. Zurzeit seien rund 100 Studenten inskribiert.

Energiemanagement, neue Mechatronik-Konzepte, Fahrerassistenzsysteme und die sogenannte agile Produktion in der Fahrzeugindustrie, die darauf ausgerichtet ist, schneller auf Marktschwankungen zu reagieren, seien die künftigen Forschungs-Herausforderungen. Bis Ende 2018 sollen weiterhin jährlich rund zwei Mio. Euro von Magna an das FSI fließen.

~ WEB http://www.magna.at ~ APA524 2014-05-22/15:48