Operation „Mekaniku“: Keine 3.000 Euro Stellplatzmiete

Wien (APA) - Ein Autostellplatz in Niederösterreich war nach Angaben des Bundeskriminalamts (BK) ein Umschlagplatz für Drogen, und dessen vo...

Wien (APA) - Ein Autostellplatz in Niederösterreich war nach Angaben des Bundeskriminalamts (BK) ein Umschlagplatz für Drogen, und dessen von den illegalen Machenschaften völlig ahnungsloser Vermieter bestreitet, dafür 3.000 Euro an Miete erhalten zu haben. Dieser Betrag war in einer APA-Meldung vom 22. April genannt worden, als das BK vom Ermittlungserfolg gegen die Drogenbande berichtete.

Den Angaben zufolge hatten im Rahmen der Operation „Mekaniku“ („Mechaniker“) ausforschte Mitglieder der Bande eine Autowerkstatt in Scharndorf (Bezirk Bruck an der Leitha) angemietet und dem Besitzer gleich einen hohen Mietbetrag von 3.000 Euro gezahlt, der den Niederösterreicher nicht stutzig gemacht habe. „Die Tatsachenbehauptung, dass dem Vermieter 3000 Euro übergeben wurden, ist falsch. Der Vermieter hat nur einen monatlichen Mietzins von 50 Euro erhalten“, teilte Josef Sailer, der Rechtsanwalt des Betroffenen, mit. Für seinen Mandanten habe es daher keinerlei Grund gegeben, „durch den hohen Geldbetrag stutzig“ zu werden.

Im Rahmen der Operation „Mekaniku“ wurden am 11. April in Niederösterreich vier Personen festgenommen und 88 Kilo Cannabiskraut mit einem Schwarzmarktwert von fast 900.000 Euro sichergestellt. Nach BK-Angaben wurden die Drogen aus dem Kosovo nach Mitteleuropa geschmuggelt. Bei den am 11. April Festgenommenen handelte es sich um drei Kosovaren und einen Serben.